Finanzierungsrunde

Peak Quantum: Deutsches Quanten-Startup erhält 2,2 Mio. Euro

© Peak Quantum
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Das Münchner Quantencomputer-Startup Peak Quantum hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,2 Millionen Euro abgeschlossen. Damit steigt die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf mehr als fünf Millionen Euro. Peak Quantum entwickelt fehlerresistente, supraleitende Quantenchips für skalierbare industrielle Anwendungen.

Peak Quantum will supraleitende Quantenprozessoren herstellen

Lead-Investor bei der aktuellen Finanzierungsrunde ist Cloudberry Ventures. Zu den weiteren Investoren zählen United Founders, QAI Ventures, Golden Egg Check sowie mehrere Business Angels mit Industrieerfahrung. Seit seiner Gründung im Jahr 2024 hat die Jungfirma auch öffentliche Fördermittel erhalten, unter anderem aus dem EU Chips Act. Das frische Kapital fließt in die Weiterentwicklung der Technologie sowie den Aufbau einer europäischen Pilotfertigung für supraleitende Quantenprozessoren.

Das Startup ging aus der Forschungsgruppe von Stefan Filipp am Walther-Meißner-Institut (WMI) hervor, einer der führenden Forschungseinrichtungen für supraleitende Quantenchips in Europa. Das WMI gehört zur Bayerischen Akademie der Wissenschaften und ist auf dem Forschungscampus Garching der Technischen Universität München angesiedelt.

Mit seinem Team vereint Peak Quantum Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Chipdesign über Fertigung bis zur Integration in Quantensysteme. Peak Quantum ist Teil des Munich Quantum Valley, einem bayerischen Forschungs- und Innovationsverbund für Quantencomputing, der Wissenschaft und Industrie vernetzt.

Fehlerschutz direkt im Hardware-Design

Im Zentrum des technologischen Ansatzes steht die Entwicklung von “Quanten-Bits” (Qubits), deren physikalische Architektur Fehler bereits auf Hardware-Ebene unterdrückt. Herkömmliche Quantenprozessoren gelten als stark fehleranfällig und erfordern daher eine aufwändige nachträgliche Fehlerkorrektur. Peak Quantum verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz: Fehlerschutz baut das Startup direkt in das Design der Hardware ein. Das reduziert die Komplexität des Gesamtsystems und kann so den Weg zu praktisch nutzbaren Quantencomputern verkürzen.

„Die Quantencomputer-Branche hat sich zu lange darauf konzentriert, die Anzahl der Qubits zu skalieren“, ordnet CEO Leon Koch den Ansatz ein. „Doch mehr Qubits helfen nicht, wenn jedes Einzelne unzuverlässig ist. Wir entwickeln Prozessoren, bei denen Fehlerresistenz eine physikalische Eigenschaft der Hardware selbst ist.“

Ein zentraler Baustein dafür ist die geplante europäische Quantenchip-Pilotlinie „Supreme“ im Rahmen des EU Chips Act. Peak Quantum wurde ausgewählt, diese Linie zu betreiben. Der Start ist für diesen April vorgesehen. Ziel ist es, eine industrielle Infrastruktur für die Entwicklung und Fertigung von Quantenchips in Europa zu schaffen. Langfristig soll daraus eine skalierbare Produktionsumgebung entstehen, die auch externe Partner nutzen können.

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„Schlüsseltechnologie in Europa“

COO Thomas Luschmann hebt hervor: „Wenn Europa im Quantencomputing eine führende Rolle spielen will, muss es die Hardware selbst entwickeln und produzieren. Mit der Pilotlinie tragen wir dazu bei, dass diese Schlüsseltechnologie in Europa entsteht.“

Die Entwicklung leistungsfähiger Quantenprozessoren gilt als Schlüsseltechnologie für zahlreiche Anwendungsfelder, darunter Materialforschung, Logistik, Sicherheit und industrielle Optimierung. Peak Quantum positioniert sich in diesem Umfeld als Anbieter zentraler Hardwarekomponenten.

„Mit der aktuellen Finanzierung beschleunigen wir unsere technologische Entwicklung und legen die Grundlage für eine industrielle Fertigung“, sagt CEO Leon Koch. „Unser Fokus liegt auf der Weiterentwicklung unserer Chipdesigns und auf ersten Pilotprojekten mit Partnern aus Industrie und Forschung.“

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