„Herr der Ringe“: Sam Altman bestellt 7 Luxusuhren für OpenAI-Führungsriege
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OpenAI-CEO Sam Altman hat bei der Schweizer Manufaktur Vanguart sieben maßgefertigte Uhren in Auftrag gegeben. Das berichtete zuerst das „Wall Street Journal“. Eine der Uhren behält Altman demnach selbst, die übrigen sechs gingen an Personen aus der Führungsriege des KI-Unternehmens. OpenAI äußerte sich zunächst nicht dazu öffentlich.
Titan-Gehäuse mit KI-Botschaften
Grundlage der Sonderanfertigung ist das Modell Orb aus Titan, das laut Vanguart bei rund 180.000 Dollar startet. Die OpenAI-Version trägt das Firmenlogo und mehrere Anspielungen auf die Arbeit des Unternehmens: Rund um den Rotor ist „COMPUTE IS DESTINY“ eingraviert, auf dem Drücker der Krone steht „SCALING“. Der Gehäuseboden trägt eine Zeile im Python-Stil: „if AGI.aligned: deploy()“. Vanguart deutet die Gravur als Verweis darauf, Künstliche Intelligenz für friedliche Zwecke einzusetzen.
Selten sind die Stücke schon deshalb, weil die Manufaktur in ihrer gesamten Geschichte bislang weniger als 200 Uhren gebaut hat. An dem OpenAI-Projekt arbeitete Berichten zufolge rund ein Drittel der 33 Beschäftigten des Unternehmens. Die Uhren lassen sich sowohl automatisch als auch per Hand aufziehen und werden an einem Kautschukband getragen.
Sam Altman @sama just ordered 7 ultra-rare custom Swiss watches from Vanguart, fully branded with the OpenAI logo on the dial. One for him, six for his inner circle.
Inscribed on the back of each watch is ‘if AGI.aligned: deploy()’ which was written in the programming language… pic.twitter.com/BbMBbkXmvZ
— The Luxury Watch Guy (@LuxuryWatchGuy1) August 25, 2026
Vom Tudor-Massenmodell zur Sieben-Stück-Serie
Es ist nicht die erste Uhr, die in der OpenAI-Belegschaft kursiert. Zuletzt wurden rund 400 Exemplare einer Tudor mit Firmenlogo und der Gravur „Good Research Takes Time“ an Mitarbeiter:innen verteilt. Boris Power, Head of Applied Research bei OpenAI, zeigte sein Exemplar öffentlich auf X. Auch Beschäftigte von Uber, Palantir und anderen Tech-Konzernen posteten zuletzt limitierte Tudor-Modelle mit Arbeitgeber-Branding. Die Vanguart-Serie ist mit sieben Stück um ein Vielfaches exklusiver.
In sozialen Netzwerken wurde die Zahl Sieben rasch zum Motiv: Nutzer:innen verglichen die Auftragsarbeit mit den Ringen der Macht aus „Der Herr der Ringe“ und dichteten Tolkiens Verse auf die Tech-Branche um. Ein Beitrag dazu kam auf X auf mehr als eine Million Aufrufe.
Altman selbst gilt seit Jahren als Uhrensammler. Bereits vor einigen Jahren wurde er mit einer Greubel Forsey Invention Piece 1 gesehen, die bei ihrer Vorstellung rund 480.000 Dollar kostete und in nur 33 Exemplaren gebaut wurde. Berichte über seine weiteren Anschaffungen reichen von Sportwagen bis zu Immobilien in San Francisco, im Napa Valley und auf Hawaii.
Zuckerberg als bekannter Uhrenliebhaber
Altman ist damit nicht der einzige Tech-Chef mit ausgeprägtem Interesse an teuren Zeitmessern. Meta-Gründer Mark Zuckerberg gilt in der Szene inzwischen als ernstzunehmender Sammler. Öffentlich dokumentiert sind unter anderem eine Greubel Forsey Hand Made 1, von der jährlich nur zwei bis drei Stück entstehen und die bei über 900.000 Dollar liegt, eine Patek Philippe 5236P in Platin mit einem Listenpreis von rund 148.000 Dollar sowie Modelle von F.P. Journe und De Bethune. Daneben trug Zuckerberg auch schon eine Casio G-Shock um 120 Dollar. Seinen Einstieg in das Thema beschrieb er einmal so: Er habe eigentlich nie eine Uhr haben wollen, nach dem Anblick eines bestimmten Modells habe er sich aber gedacht, Uhren seien doch cool.
Auch andere Konzernchefs tragen teuren Zeitanzeiger
Die Liste der Tech-Manager:innen, die mit sehr teuren Uhren gesichtet werden, ist lang geworden. Nvidia-CEO Jensen Huang etwa erklärte einmal, er trage bewusst keine Uhr, weil immer der aktuelle Moment der wichtigste sei. Dennoch zeigen Aufnahmen ihn zuletzt mit einer Richard Mille RM 27-05, einem Tourbillon aus Carbon TPT, das rund elf Gramm wiegt und in Fachmedien mit über einer Million Dollar beziffert wird. LVMH-Chef Bernard Arnault, der mit Hublot, Zenith und Tag Heuer selbst mehrere Manufakturen kontrolliert, wird regelmäßig mit Stücken aus dem eigenen Haus fotografiert.
Zugleich hält sich in der Branche eine Gegenbewegung: Bill Gates trägt seit Jahren eine Casio für einen zweistelligen Dollar-Betrag, Elon Musk und Jeff Bezos wurden vor allem mit Omega-Modellen gesehen, und viele Führungskräfte greifen ohnehin zur Apple Watch. Uhren-Spotting bei Auftritten von Tech-Chefs hat sich damit zu einer eigenen Disziplin entwickelt, in der aus einem Handgelenk auf Selbstbild und Milieu geschlossen wird.
Für das Silicon Valley sind solche Stücke längst mehr als Zeitanzeiger. Sie funktionieren als Statussymbol und als Teil der persönlichen Marke, und im Fall der OpenAI-Uhren zugleich als Botschaft über das Selbstverständnis des Unternehmens.

