Feragen: Salzburger Tiergenetik-Labor erhält sechsstellige Beteiligung von Raiffeisen
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Das Salzburger Genetik-Labor Feragen hat eine Eigenkapitalbeteiligung im sechsstelligen Bereich von der Raiffeisen Salzburg Start-Up eGen erhalten. Damit will das Unternehmen die Weiterentwicklung seiner digitalen Plattform sowie die internationale Expansion beschleunigen. Die Salzburger Firma ist spezialisiert auf genetische Diagnostik von Tieren. Unter anderem kommt die Lösung in der Entwicklung moderner Zuchtprogramme für Hunde zum Einsatz.
International tätiges Diagnostiklabor
Feragen geht auf die Forschung der Molekularbiologin Anja Geretschläger an der Universität Salzburg zurück, die damit bereits 2012 begann. 2017 wurde daraus ein Unternehmen. Heute führen Anja Geretschläger und Michael Geretschläger gemeinsam die Geschäfte. Während Anja Geretschläger die Bereiche Forschung und Entwicklung verantwortet, liegt der Fokus von Michael Geretschläger auf Vertrieb und Marketing. Das Spin-off ist heute ein international tätiges Diagnostiklabor mit Kund:innen in zahlreichen europäischen Ländern geworden.
Die Raiffeisen Salzburg Start-Up-Experten Bernhard Wimmer, Bernhard Tomasi und Herbert Stelzinger dazu: „Feragen zeigt, wie aus universitärer Forschung ein international erfolgreiches Unternehmen entstehen kann. Besonders beeindruckt haben uns die wissenschaftliche Tiefe, die klare Wachstumsstrategie und die konsequente Verbindung von Diagnostik und Digitalisierung. Das Unternehmen adressiert einen wachsenden Markt mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und passt damit hervorragend zu unserer Beteiligungsstrategie.“
Analysen erkennen hunderte Erbkrankheiten
Mit seiner digitalen Plattform ermöglicht es Feragen Züchter:innen, Zuchtverbänden und Tierärzt:innen, genetische Daten und Analyseergebnisse zu verwalten. Aktuell nutzen rund 10.500 Anwender: innen die Plattform, auf der bereits 38.000 Hunde erfasst sind. Mit dem integrierten Werkzeug DogMatching lässt sich bereits vor einer geplanten Paarung prüfen, wie gut zwei Tiere genetisch zusammenpassen. Dadurch will man Risiken minimieren und die langfristige genetische Gesundheit von Populationen verbessern.
Mit einer einzigen Analyse soll es möglich sein, hunderte erblich bedingte Erkrankungen zu erkennen, bevor sie an die nächste Generation weitergegeben werden. Für Zuchtverbände und Züchter:innen bilde das eine wichtige Grundlage, um genetische Vielfalt zu erhalten, Erbleid zu vermeiden und langfristig gesündere Populationen aufzubauen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen diese digitalen Angebote weiter ausbauen und zusätzliche internationale Märkte erschließen.
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Feragen will Weltmarktführer im Pet-Bereich werden
„Ein Investor, der versteht, dass hinter unseren Analysen Forschung steht und kein schnelles Produkt, ist selten. Mit Raiffeisen haben wir genau diesen Partner gefunden – und das direkt vor unserer eigenen Haustür. Das Vertrauen, das uns hier entgegengebracht wird, ist Rückenwind und Verpflichtung zugleich. Wir gehen diesen Weg mit derselben wissenschaftlichen Konsequenz weiter, mit der wir ihn begonnen haben“, sagt Mitgründerin und Co-CEO Anja Geretschläger.
Michael Geretschläger, Mitgründer und Co-CEO von Feragen, fügt hinzu: „Uns hat nicht nur das Kapital überzeugt, sondern die Haltung dahinter: Die Raiffeisen Salzburg Start-Up eGen denkt regional und investiert langfristig – das passt exakt zu uns. Mit diesem Rückhalt können wir die nächsten Schritte deutlich schneller gehen: internationale Expansion und eine Plattform, die mitwächst. Dass aus Österreich ein Weltmarktführer im Pet-Bereich kommen kann, ist bewiesen. Wir haben vor zu zeigen, dass das auch aus Salzburg geht.“
