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SCIENCE TO BUSINESS: 250 neue Spin-offs für Niederösterreich bis 2030

Agrobiogel-Gründer Johannes Paul Schwarz, Landesrat Jochen Danninger, tecnet equity Geschäftsführerin Doris Agneter und Ensemo-Gründerin Birgit Mitter (v.l.n.r.). © NLK Burchhart
Agrobiogel-Gründer Johannes Paul Schwarz, Landesrat Jochen Danninger, tecnet equity Geschäftsführerin Doris Agneter und Ensemo-Gründerin Birgit Mitter (v.l.n.r.). © NLK Burchhart

Raus aus dem Elfenbeinturm, hinein ins Startup: Mit der brandneuen Initiative „SCIENCE TO BUSINESS“ hat sich das Land Niederösterreich zum Ziel gesetzt, in Zukunft für viele neue Spin-offs zu sorgen. Gründer:innen mit einer engen Anbindung an eine Universität, Forschungsstätte oder Fachhochschule sollen die optimalen Rahmenbedingungen bekommen, um wissenschaftliche Ergebnisse in marktfähige Produkte und Services zu übersetzen.

„Fast täglich entstehen großartige neue Ideen an unseren Hochschulen, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen. Wir wollen dazu beitragen, dass aus diesen Ideen marktfähige Produkte und Dienstleistungen werden“, sagt Landesrat Jochen Danninger zu Trending Topics. „Wir waren in den letzten Jahren bereits sehr erfolgreich. Wir haben dabei geholfen, dass in Niederösterreich 100 Spin-offs gegründet wurden, die bereits 500 tolle, hochwertige Arbeitsplätze geschaffen haben. Diesen Erfolg wollen wir ausbauen. Bis 2030 haben wir uns vorgenommen, 250 neue Spin-offs mit bis zu 1.000 neuen Arbeitsplätzen zu schaffen.“

Inkubator für die Fachhochschulen

Die Initiative SCIENCE TO BUSINESS bietet Gründer:innen Zugang zu Know-how, Finanzierung, Netzwerken und Arbeitsraum. Das Gründerprogramm an den Fachhochschulen, der Creative Pre-Inkubator, wird dazu um die Fachhochschule Wiener Neustadt, die Donau-Universität Krems sowie die Karl Landsteiner-Universität erweitert. Auch die internationalen Bande werden gestärkt: So werden zur Schaffung eines Exzellenz-Netzwerk weitere internationale Partnerschaften angestrebt, unter anderem mit der größten deutschen Forschungseinrichtung, der Helmholtz-Gemeinschaft.

Raum für die Entfaltung der Spin-offs wird ebenfalls zur Verfügung gestellt. Für Startups im Agrarbereich (AgTech) gibt es etwa in Tulln einen Makerspace, wo Jungfirmen wie Enesmo und Agrobiogel tätig sind. Enesmo ist eine Ausgründung aus dem Austrian Institute of Technology und hat eine Technologie zur Impfung von Pflanzensamen mit Mikroorganismen entwickelt. Das soll dabei helfen, Chemikalien in der Landwirtschaft zu reduzieren. Das Team von Agrobiogel, ein Spin-off  der BOKU Tulln, wiederum hat ein Hydrogel entwickelt, das im Boden Pflanzen vor der Austrocknung schützt. Im accent-Inkubator wurde ihnen etwa bei Erarbeitung des Geschäftsmodelles, bei der Erstellung des Businessplans sowie bei der Patentstrategie geholfen.

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„Jedes fünfte Unternehmen Österreichs wird in Niederösterreich gegründet. Enormes Potenzial sehen wir bei den Spin-offs, deswegen legen wir den Fokus speziell auf diesen Bereich“, sagt Danninger. „An den 14 Universitäten und Fachhochschulen in Niederösterreich sind derzeit rund 22.000 Studierende inskribiert. Und an den sechs Forschungszentren und vier Technopolen in Wiener Neustadt, Krems, Wieselburg und in Tulln sind mehr als 1.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tätig.“

Die Pipeline für die Finanzierung

Essenziell für den Erfolg von Spin-offs ist naturgemäß auch ihre Finanzierung. Danninger verweist etwa auf den internationalen VC IST Cube, der sich am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) in Klosterneuburg angesiedelt hat und gezielt in Spin-offs investiert. Mit tecnet equity gibt es in Niederösterreich zudem bewährte Finanzierungspartner für Startups. tecnet equity hat hier Vorreiterrolle bewiesen und mit SAFE („Simple Agreement for Future Equity“) ein Instrument geschaffen, mit dem sich Spin-offs schnell und unkompliziert die ersten 50.000 Euro Investment holen können – vier Startups wurden so bereits unterstützt.

„Spin-offs verfügen über eine außergewöhnliche Expertise in ihren jeweiligen wissenschaftlichen Bereichen. Um das volle Potenzial ihrer Technologien umzusetzen, benötigen sie aber eine durchgängige Unterstützung“, sagt tecnet equity Geschäftsführerin Doris Agneter. „Drei Dinge sind für maßgeblich: Erstens haben wir ein sehr individuelles Coaching-Programm, das wir für jedes Startup zusammenstellen. Zweitens brauchen Spin-offs, gerade im Life-Sciences-Bereich Platz, da können wir sehr gut punkten. Und drittens sorgen wir mit unserem Venture-Arm tecnet equity für die Finanzierung und können von der Frühphase bis hin zur Wachstumsphase begleiten.“

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