Trade Republic lockt österreichische Neukunden mit 3% Zinsen, holt Brad Pitt als Testimonial
Der Berliner Neobroker Trade Republic startet eine Werbekampagne und wirbt erneut aggressiv mit einem Zinsversprechen. Diesmal sind es 3 Prozent für österreichische Neukunden, die das Unternehmen als attraktive Alternative zu klassischen Banken positionieren sollen. Das Angebot knüpft bewusst an die Hochzinsphase an, in der Trade Republic mit zeitweise 4 Prozent Zinsen auf nicht investiertes Guthaben Hunderttausende Neukunden gewinnen konnte.
In Deutschland bleibt es bei bei der bekannten Verknüpfung mit dem aktuellen EZB-Leitzinssatz, für die Trade Republic seit Start des Zinsangebotes bekannt ist. Aktuell sind das 2% p.a.
Erinnerung an das Zins-Wunder
Vor einigen Jahren sorgte Trade Republic für Aufsehen, als das Unternehmen inmitten der Zinswende der Europäischen Zentralbank bis zu 4 Prozent Zinsen auf Tagesgeld-ähnliche Guthaben anbot. Zu einem Zeitpunkt, als klassische Banken ihre Kunden mit geringen Zinsen abspeisten, wirkte dieses Angebot wie ein Weckruf für eine ganze Generation junger Sparer. Die Kundenzahl schnellte in die Höhe, das verwaltete Vermögen wuchs rasant.
Inzwischen hat die EZB die Leitzinsen wieder gesenkt, und auch Trade Republic hat den Zinssatz für Bestandskunden auf 2 Prozent reduziert. Mit dem neuen Angebot von 3 Prozent versucht das Unternehmen nun, an den Erfolg dieser Phase anzuknüpfen und gleichzeitig frisches Wachstum zu generieren.
Die Kampagne: Brad Pitt und radikale Einfachheit
Als Gesicht der Kampagne hat Trade Republic den zweifachen Oscar-Preisträger Brad Pitt verpflichtet. Der Werbespot folgt einem bewusst schlichten Konzept: Pitt betritt einen leeren schwarzen Raum, blickt schweigend in die Kamera, während eine Erzählstimme drei Produktvorteile benennt. Am Ende steht die provokante Frage: „Was bietet deine Bank?“
„Wir wollen Werbung machen, die so einfach ist wie unser Produkt. Keine leeren Versprechen, keine komplizierten Botschaften, sondern starke Produktvorteile, die Millionen Menschen sofort verstehen und sie dazu bringen, ihre bisherige Bank zu hinterfragen“, so Christian Hecker, Co-Founder Trade Republic.
Wie alle Kampagnen von Trade Republic soll auch diese intern entwickelt worden sein und startet ab sofort im Fernsehen, auf Streaming-Plattformen sowie auf allen relevanten digitalen Kanälen.
Die Limitationen des Angebots
Der erhöhte Zinssatz von 3 Prozent gilt zunächst explizit für Neukunden. Bestandskunden erhalten weiterhin den regulären Zinssatz von 2 Prozent auf ihr Guthaben. Eine dauerhafte Gleichstellung ist im aktuellen Angebot nicht vorgesehen.
Bestehende Kunden können den Zinssatz von 3 Prozent ausschließlich über ein Empfehlungsprogramm erhalten. Wer einen Freund erfolgreich zu Trade Republic einlädt, bekommt für drei Monate den erhöhten Zinssatz. Die maximale Laufzeit ist dabei klar begrenzt: Erst wer vier Personen erfolgreich wirbt, sichert sich den erhöhten Zinssatz für bis zu zwölf Monate.
Sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden ist der erhöhte Zinssatz an Bedingungen und implizit an Zeiträume geknüpft. Eine unbegrenzte Garantie auf 3 Prozent wird nicht gegeben. Trade Republic behält sich vor, den Zinssatz entsprechend der Marktlage anzupassen, wie die Senkung von 4 auf 2 Prozent in der Vergangenheit bereits gezeigt hat.
Mittlerweile als Vollbank unterwegs
Trade Republic zählt nach eigenen Angaben mehr als 10 Millionen Kunden in 18 europäischen Ländern und verwaltet ein Vermögen von über 150 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist als Vollbank zugelassen und wird von der BaFin sowie der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt. Die neue Kampagne ist eine gezielte Wachstumsoffensive, die auf dem Markenkern der Einfachheit und dem Vertrauen in ein bekanntes Zinsmotiv aufbaut. Ob 3 Prozent im aktuellen Zinsumfeld denselben Sog entfalten wie einst 4 Prozent, bleibt abzuwarten.


