E-Mobilität

Uni Wheel: Hyundai hat das Rad neu erfunden – zumindest für E-Autos

© Hyundai

Die Welt des Autos befindet sich aufgrund der Elektrifizierung in einem rasanten Umbruch, und der macht auch vor dem Rad selbst nicht halt. Denn die südkoreanische Hyundai Motor Group mit den Marken Hyundai und Kia hat jetzt das neue, 8-fach patentierte „Universal Wheel Drive System“, kurz Uni Wheel vorgestellt. Dieses neue Antriebssystem für Elektrofahrzeuge hat as Potenzial, das Design von künftigen Fahrzeugen grundlegend zu verändern.

Denn Uni Wheel ist ein Radnabengetriebe und macht Folgendes: Dabei werden wichtige Komponenten des Antriebsstrangs wie etwa das CV-Gelenk, die Antriebswelle und das Untersetzungsgetriebe direkt in das Rad hinein verlegt. Bei herkömmlichen Antriebssystemen sitzen diese Elemente zwischen den Rädern. Wenn man sie nun kleiner macht und direkt in der Radnabe verbaut, dann entsteht plötzlich mehr Platz zwischen den Rädern für andere Dinge. Denn auch der E-Motor kann aufgesplittet werden – jedes Rad bekommt seinen eigenen.

„Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE) wird die Kraft vom Motor über das Getriebe und über Antriebswellen und Gleichlaufgelenke (CV) auf die Räder übertragen. Bei Elektrofahrzeugen werden Motor und Getriebe durch einen Motor und ein Untersetzungsgetriebe ersetzt, aber die endgültige Methode der Kraftübertragung auf die Räder ist die gleiche“, heißt es seitens Hyundai. „Das Uni Wheel eröffnet neue Möglichkeiten und ermöglicht eine Flachbodenkonfiguration, indem das Untersetzungsgetriebe eines Elektrofahrzeugs in die Radnabe verlegt wird und ein kompakter Einzelmotor in der Nähe jedes Rads untergebracht wird, wodurch die Länge der Antriebswellen reduziert wird.“

Mehr Platz für Laderaum oder neue Innenraumaufteilungen

Bei ersten Tests hätte sich gezeigt, dass das Uni Wheel keinen negativen Effekt auf die Performance eines Autos hätte, aber dafür mehr Platz geschaffen werden würde. „Der zusätzliche Raum in der Karosserie kann als zusätzlicher Laderaum genutzt werden, etwa als größerer Kofferraum oder als „Frunk““, so der Autokonzern. „Es ist auch möglich, von der konventionellen Sitzanordnung um den Fahrer herum abzuweichen und neue Innenraumaufteilungen und -designs für die Ära des vollautonomen Fahrens zu schaffen. Die Nutzung dieses Raums zur Verbesserung der Batteriekapazität kann auch die Reichweite erhöhen, was bedeutet, dass die Nutzer die Reichweite eines großen Elektroautos erreichen können, ohne dass die Größe des Fahrzeugs zunimmt.“

Nun bleibt aber abzuwarten, wann und ob Hyundai seine bzw. auch die Autos anderer Hersteller mit dem Uni Wheel ausstatten könnte. Grundsätzlich sei möglich, das Design bei 4 bis 25 Zoll großen Rädern einzusetzen, was eine ordentliche Bandbreite ist. Noch scheint das Uni Wheel nicht marktreif zu sein, denn die Südkoreaner wollen Stabilität, Effizienz und Haltbarkeit des Uni Wheel weiter testen und sich darum bemühen, die Effizienz durch Anpassung des Untersetzungsverhältnisses und Verbesserung des Schmier- und Kühlsystems zu verbessern.

Jedenfalls will Hyundai auch verhindern, dass ein anderer Hersteller auf eine ähnliche Idee kommt. Deswegen wurden 8 Patente in Südkorea, Europa und den USA angemeldet.

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