Startup School

Y Combinator verschenkt 1 Mio. Dollar – Wiener Gründer helfen bei der Auswahl der Startups

Das Gustav-Team bei Y Combinator in Mountain View. © Gustav

Unterricht bei den Gründern von WhatsApp, Twitch, Slack oder Quora gefällig? Ab Ende August lädt der bekannte US-Accelerator Y Combinator wieder zur „Startup School“, einem zehnwöchigen Kurs, der auch im Internet gestreamt wird. Dort lernen Gründer unter anderem wie man von der Idee zum Produkt gelangt, wie man Nutzer aufbaut, Teams managt und „die Zukunft erfindet“. Das alleine wäre vielleicht noch nichts Besonderes, der Kurs ist allerdings kostenlos und es gibt dank Stream tausende Plätze.

Heuer legt Y Combinator noch eins drauf: die hundert besten Teilnehmer bekommen 10.000 Dollar geschenkt, um ihre Idee weiterzuentwickeln und sie bekommen ein Interview mit einem YC-Partner, das ein Ticket in den begehrten Accelerator selbst sein könnte. Der Deal ist mit keinen Bedingungen verbunden – YC nimmt dafür nicht wie im Accelerator Anteile und man muss auch keine US-Inc. gründen.

2.800 von 13.000 Bewerbern

Der Kurs besteht aus zwei Bereichen und nur einer davon ist „öffentlich“ zugänglich. In Mountain View halten Partner von YC, also bekannte Startup-Gründer aus den USA, Vorträge, die gestreamt werden. Das genaue Programm soll demnächst bekannt gegeben werden. Diese Inhalte kann sich jeder Interessierte ansehen – genauso wie die Materialien vergangener Jahre. Wer den Kurs tatsächlich absolvieren will und dann ein Zertifikat in Händen halten möchte, muss sich bewerben, was noch bis 13. August möglich ist. Vergangenes Jahr gab es 13.000 Bewerber und 2.800 davon haben ein Kursticket bekommen. Um teilzunehmen muss man zumindest ein konkretes Projekt vor Augen haben, das man als Startup umsetzen will.

Mit den Gustav-Gründern durch die YC-School

Die tausenden Kursteilnehmer werden online von Advisors betreut, die Fragen stellen und beantworten. Sie sind Alumni des normalen YC-Accelerators und entscheiden mit, wer 10.000 Euro und ein Interview bei YC bekommt. „Ich werde etwa 30 Startups betreuen, ihnen Tipps geben und sie mit ihrem Projekt durch den Kurs begleiten“, sagt Jan Jedlinski, der gemeinsam mit Michael Ströck und Benjamin Bartakovics das Wiener Startup Gustav gegründet hat und es vergangenes Jahr in den YC-Accelerator geschafft hatte (Trending Topics berichtete). Alle drei Founder werden die Startup School als Advisors begleiten. Jedlinski würde sich wünschen, dort einige Startups aus Österreich wiederzusehen – mit Taskrookie und Midnightdeal sind es zumindest schon einmal zwei. Wer Interesse hat, solle sich bei den Gustav-Gründern melden, meint Jedlinski, denn eine Empfehlung von ihnen könne hilfreich sein.

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