V2G

Vehicle-to-Grid: Wie Besitzer von Elektroautos Strom zurück ans Netz verkaufen können

Nissan xStoarge kann bidirektional Laden. © Nissan
Nissan xStoarge kann bidirektional Laden. © Nissan

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Der zu erwartende Boom bei Elektroautos wird nicht nur in der Industrie, sondern auch bei ihren Besitzern einen ordentlichen Wandel auslösen: Sie werden aller Voraussicht nach zu „Prosumern“. Bei Verbrennungsmotoren ist die Sache klar: Der Konsument kauft sich den Triebstoff an der Tankstelle. Doch beim Strom sieht die Sache anders aus. Zum einen können Solaranlagen im Eigenheim selbst Strom erzeugen, und Stromspeicher im Haus können Energie nicht nur ans Auto abgeben, sondern auch ins Netz zurück speisen.

Der japanische Autohersteller Nissan, der kürzlich den Leaf 2 vorstellte (Trending Topics berichtete), hat jetzt seine E-Mobility-Vision für Europa in Olso auf dem Event „The Car and Beyond“ präsentiert. Zentral dabei ist ein so genanntes „Vehicle-to-Grid“-System, kurz V2G. Dieses erlaubt über eine Wallbox bidirektionales Laden. Bedeutet in der Praxis: Ein Elektroautobesitzer kann in Zukunft Strom aus der Batterie seines Wagens zurück ins Netz speisen und damit Geld verdienen.

Testbetrieb in Dänemark

Nissan und Enel starten V2G-Projekt in Dänemark. © Nissan
Nissan und Enel starten V2G-Projekt in Dänemark. © Nissan

In Dänemark hat Nissan im Vorjahr bereits ein Pilotprojekt gemeinsam mit dem Energieversorger Enel gestartet. Im Zusammenspiel von Zwei-Wege-Ladesäulen von Enel und Elektro-Lieferwagen vom Typ „Nissan e-NV200“ wurde getestet, wie die Stromrückgabe aus den Autobatterien funktioniert. Der Unternehmer Frederiksberg Forsyning aus Kopenhagen, der in den Test involviert war, konnte sich mit seinem Fuhrpark aus zehn Nissan-Elektro-Lieferwägen pro Jahr rund 1.300 Euro dazuverdienen.

Nissan will sein V2G-System jetzt in ganz Europa ausrollen und hat dazu etwa in Großbritannien eine Kooperation mit dem dortigen Energieunternehmen OVO geschlossen. Verkauft werden sollen die neuen xStorage-Speicher, die das bidirektionale Laden ermöglichen. Nissan schätzt, dass sich Nutzer pro Jahr rund 400 Euro mit der Rückgabe von Strom ins Netz dazuverdienen können. Diese Schätzung ist natürlich sehr grob und hängt mit den Strompreisen und deren Schwankungen über Zeit stark zusammen.

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