Finanzierungsrunde

Mara sammelt 7 Millionen Dollar für autonome Abwehr gegen FPV-Drohnen

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Das US-DefenseTech-Startup Mara hat eine Pre-seed-Finanzierungsrunde über 7 Millionen Dollar abgeschlossen. Mit seinem System Spike will die Jungfirma speziell kleine, agile Drohnen bekämpfen, die moderne Konflikte prägen. Die Runde wurde von Khosla Ventures angeführt, mit Beteiligung von a16z Speedrun, Night Capital, Palmdrive, Protagonist, Freedom Fund und Indicator Fund sowie Angel-Investoren. Das Startup haben Daniel Kofman und Sriram Raghu im Oktober 2024 gegründet.

Kampf gegen billige Klein-Drohnen

Sogenannte „FPV“-Drohnen („First-Person-View“) kosten wenige hundert Dollar und können dennoch großen Schaden anrichten. Die meisten bestehenden Drohnenabwehrsysteme sind allerdings eher auf große, hochfliegende Ziele ausgerichtet, die auf vorhersehbaren Kursen fliegen. Kleine FPV-Drohnen starten von überall, greifen in Gruppen aus mehreren Winkeln gleichzeitig an und nutzen zunehmend Glasfaser-Steuerverbindungen oder bordeigene Leitsysteme, um traditionelle elektronische Störmaßnahmen zu umgehen.

Nach der ukrainischen Operation Spiderweb im Juni 2025 wurde deutlich, dass FPV-Drohnen strategische und zivile Ziele tausende Kilometer vom aktiven Kampfgebiet entfernt zerstören können. Über der berüchtigten „Grauzone“ an der ukrainischen Frontlinie befinden sich hunderte FPVs pro Quadratkilometer in der Luft.

Spotter- und Seeker-Systeme kooperieren

Spike, das System von Mara, besteht aus zwei modularen Teilen. Das Spotter-Zielsystem vereint visuelle, akustische und optionale Radarsensoren mit hauseigener KI für Tag-, Nacht- und Allwettererkennung. Der kinetische Abfangflugkörper Seeker wiegt 250 Gramm, fliegt mit 200 Kilometern pro Stunde und startet aus einem Rohr.

„Kleine Drohnen haben das Schlachtfeld verändert, weil sie die Kosten und die Fähigkeit für präzise Angriffe verteilt haben“, erklärt Daniel Kofman, Co-Founder und CEO von Mara. „Die meisten Abwehrsysteme konzentrieren noch immer sowohl die Ersatzkosten als auch die Feuerlinie. Spike schafft stattdessen ein verteiltes Netz aus kleinen, günstigen Knotenpunkten, die jeweils gleichzeitig in mehrere Richtungen zielen und schießen können.“ Das System bietet 360-Grad-Hemisphärenabdeckung und kann autonom Startbefehle von Spotter an Seeker weitergeben, während ein Mensch die Einsatzregeln festlegt.

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Mara übt mit US Army

In den vergangenen Monaten hat Mara Spike in mehreren Feldübungen getestet. Seeker absolvierte Abfangmanöver bei einer Übung der US Army in Texas, Spotter operierte freihändig auf einem gepanzerten Fahrzeug bei einer Army-Übung in Europa. Im Juli betrieben ukrainische Streitkräfte Spotter 40 Kilometer von der Frontlinie entfernt und verfolgten mehrere FPV-Drohnen.

Nicole Fraenkel, Partnerin bei Khosla Ventures, sagt: „Mara hat sich schnell von der Machbarkeitsstudie zu Nutzertests für ein autonomes System entwickelt. Was mir ins Auge gefallen ist, ist, dass sie eine Drohnenabwehr-Autonomie mit Systemkosten aufbauen, die um Größenordnungen niedriger sind als alles andere, was wir gesehen haben.“

Mara konzentriert sich derzeit darauf, Spike bis Ende 2026 für die bodengestützte Nutzung bei Schlüsselkunden einzusetzen. Fahrzeugmontierte und tragbare Varianten sollen 2027 parallel zur Produktionshochskalierung starten. Neben militärischen Anwendungen führt Mara ein ziviles Pilotprojekt in einem südkoreanischen Hafen durch. Das Unternehmen hat Kooperations- und Testvereinbarungen mit drei US-Verteidigungsorganisationen abgeschlossen, wurde für den NATO DIANA Innovation Accelerator ausgewählt und befindet sich in frühen Gesprächen mit internationalen Militärpartnern in Großbritannien, Tschechien und der Ukraine.

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