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Moonshot AI: Chinesischer Kimi-Entwickler holt 20-Milliarden-Dollar-Bewertung

Kimi K2-Thinking-Modell in Betrieb. © Moonshot AI
Kimi K2-Thinking-Modell in Betrieb. © Moonshot AI

Das chinesische KI-Startup Moonshot AI hat in einer neuen Finanzierungsrunde rund zwei Milliarden Dollar eingesammelt und wird nun mit mehr als 20 Milliarden Dollar bewertet. Angeführt wurde die Runde vom Investmentarm des chinesischen Essenslieferdienstleisters Meituan. Damit festigt Moonshot seine Position als eines der wertvollsten KI-Unternehmen Chinas.

Die Kimi-Modelle von Moonshot AI gehören zu den besten Open-Weights-Modellen der Welt; generell wird der Open-Source-Bereich bei LLMs von chinesischen Unternehmen dominiert:

Rasantes Wachstum in kurzer Zeit

Die Entwicklung von Moonshot AI verlief in den vergangenen Monaten außergewöhnlich schnell. Ende vergangenen Jahres sammelte das Pekinger Unternehmen noch 500 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 4,3 Milliarden Dollar ein. Anfang dieses Jahres folgten weitere 700 Millionen Dollar bei einer Bewertung von zehn Milliarden Dollar. Mit der aktuellen Runde hat sich die Bewertung des Unternehmens innerhalb weniger Monate damit mehr als vervierfacht.

Auch die Umsatzzahlen unterstreichen das Wachstumstempo: Im April lag der jährlich wiederkehrende Umsatz bereits bei mehr als 200 Millionen Dollar. Getragen wird dieses Wachstum von Abonnements für den Chatbot Kimi sowie von KI-Modellservices für Unternehmenskunden. Moonshot bietet gestaffelte Abonnementpläne für seinen Chatbot an und stellt die zugrundeliegende Technologie auch Geschäftskunden zur Verfügung.

Meituan führt die Investitionsrunde an

Die Finanzierungsrunde wurde vom Investmentarm Meituans, Long-Z Investments, angeführt. Der Finanzberater HF Capital, der nach eigenen Angaben einige der beteiligten Investoren beraten hat, bestätigte die Transaktion. Ein Sprecher von Meituan bestätigte die Beteiligung, während Moonshot AI selbst keine Stellungnahme abgab.

Moonshot im Wettbewerb mit US-Giganten

Moonshot AI gehört zu einer kleinen Gruppe chinesischer KI-Startups, die sich als direkte Konkurrenten zu führenden US-Anbietern wie OpenAI und Anthropic positionieren. Das Unternehmen wurde von Yang Zhilin gegründet, einem früheren Professor der Tsinghua-Universität, der zuvor bei Meta und Google tätig war.

Die Dynamik im chinesischen KI-Sektor ist insgesamt hoch. Auch der KI-Entwickler Deepseek wirbt derzeit erstmals externes Kapital ein und könnte dabei auf eine Bewertung von bis zu 50 Milliarden Dollar kommen. Deepseek wurde im Januar 2025 weltweit bekannt, als das Unternehmen ein KI-Sprachmodell vorstellte, das ähnlich leistungsfähig war wie bestehende US-Modelle, jedoch nur einen Bruchteil der Ressourcen benötigte. Weitere chinesische KI-Wettbewerber wie MiniMax und Zhipu AI kommen an der Hongkonger Börse inzwischen auf Bewertungen von mehr als 30 Milliarden Dollar.

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