Seed-Finanzierungsrunde

NanoStruct: Lebensmittelsicherheits-Startup erhält 2,6 Mio. Euro

Die NanoStruct-Gründer:innen © NanoStruct
Die NanoStruct-Gründer:innen © NanoStruct

Das Würzburger Deeptech-Startup NanoStruct, das sich auf den Bereich der Lebensmittelsicherheit fokussiert, schließt eine Seed-Finanzierungsrunde über 2,6 Mio. Euro ab. Das von Henriette Maaß, Enno Schatz und Kai Leibfried im Jahr 2021 gegründete Jungunternehmen entwickelt nanostrukturierte Sensorchips für die schnelle Identifikation gefährlicher Keime in Lebensmitteln.

NanoStruct beschleunigt Nachweis von Bakterien

Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und dem AUXXO Female Catalyst Fund. Die Finanzierung baut auf vorherigen Förderungen durch das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die EU auf.

Der Nachweis gefährlicher Bakterien in Lebensmitteln dauert aktuell mehrere Tage. Laut NanoStruct  ist das viel zu lange, um sicherzustellen, dass gefährliche Keime nicht bei Konsument:innen landen. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen, mit dem Ziel, den Verbraucherschutz zu erhöhen. Dadurch ist die Nachfrage nach einer beschleunigten und automatisierten Analyse von Seiten der Lebensmittelhersteller und der Analyselabore hoch.

Komplettes Neudenken der mikrobiellen Analyse

NanoStruct hat ein Verfahren entwickelt, das den Nachweis auf wenige Stunden verkürzt, indem es ein optisches Messverfahren mit Nanotechnologie, Biotechnologie und Maschinellem Lernen verbindet. Das soll für den Lebensmittelmarkt ein komplettes Neudenken der mikrobiellen Analyse bedeuten. Dadurch soll es möglich sein, Ergebnisse taggleich zu gewinnen, Rückrufe zu vermieden, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und die Sicherheit der Lebensmittel zu erhöhen.

Die Seed-Finanzierung soll es NanoStruct ermöglichen, sein System in Pilotprojekten im Lebensmittelanalysemarkt zu validieren, einen strukturierten Vertrieb aufzubauen und den ersten Zielmarkt zu erobern.

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Technologie hat auch in weiteren Sektoren Potenzial

„Mit HTGF, Bayern Kapital und AUXXO haben wir genau die Partner gefunden, die wir für diesen nächsten Schritt brauchen: erfahren, netzwerkstark und überzeugt von unserer Vision. Jetzt bringen wir schnelle Bakterienanalytik in die Lebensmittelindustrie“, sagt Henriette Maaß, CEO von NanoStruct.

Laut dem Startup hat die Technologie auch das Potenzial, in weiteren Bereichen zum Einsatz zu kommen. Dazu zählen beispielsweise die Veterinär- und Humandiagnostik oder das Bakterienmonitoring in sensiblen Produktionsbereichen. Die Lösung könne hier Prozesse beschleunigen und vereinfachen.

„Der technologische Durchbruch, den NanoStruct bei der Entwicklung der Sensoren erreicht hat, ist bemerkenswert. Neben der Plattformtechnologie hat uns das starke Netzwerk im Eintrittsmarkt und vor allem das Team überzeugt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Henriette und dem gesamten Gründerteam“, so Stephan Ruck, Investment Analyst beim HTGF.

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