2 Minuten 2 Millionen

Neworn: Wiener Startup will Secondhand-Kinderkleidung mit KI vereinfachen

Gründerin Caroline Schober von Neworn. © ProsiebenSat1Puls4
Gründerin Caroline Schober von Neworn. © ProsiebenSat1Puls4

Das Wiener Startup Neworn pitcht heute bei der Startup-Show 2 Minuten 2 Millionen. Die Plattform soll Eltern in Österreich miteinander connecten, um gebrauchte Kinderkleidung zu kaufen und zu verkaufen – und setzt dabei auf KI-gestützte Personalisierung und ein Treuepunkte-System. Die Mission der Gründerin Caroline Schober: „Neworn ist eine Plattform, die sich darauf konzentriert, die Art und Weise zu revolutionieren, wie Eltern Babykleidung nutzen und erwerben.“ Das Geschäftsmodell kombiniert einen Secondhand-Marktplatz mit neuwertiger B-Ware von nachhaltigen Brands zu reduzierten Preisen.

„Eltern wollen das Beste für ihre Kinder – aber ohne stundenlang zu suchen. Genau hier setzen wir an“, so Caroline Schober. Die Plattform gliedert sich in zwei Bereiche: „New“ bietet Samples, B-Ware und Last-Season-Artikel von Marken, die Neworn direkt übernimmt – teils kuratiert als Bündel zusammengestellt. „Worn“ hingegen funktioniert als Marktplatz, auf dem Eltern untereinander Kinderkleidung kaufen und verkaufen.

Im Zentrum steht ein AI-Assistent, der anhand von Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Style-Präferenzen relevante Artikel vorschlägt. Die App zeigt laut Unternehmensangaben über 10.000 Artikel und soll Komplexität durch intelligente Vorauswahl reduzieren – statt Eltern durch unübersichtliche Angebote scrollen zu lassen.

Nachhaltigkeit als Ausgangspunkt

Wie alles begann: Die Gründerin beobachtete in ihrem Umfeld den Bedarf an gebrauchter Babykleidung. Gleichzeitig stieß sie auf alarmierende Zahlen: In Österreich werden etwa 83 Prozent der Kleidung nicht recycelt und landen auf Mülldeponien. „Unser Ziel ist es die Lebensdauer der Produkte zu verlängern und den Secondhand-Kauf von kurzlebigen Kinderartikeln zur Normalität zu machen, um eine nachhaltigere Welt für die nächsten Generationen zu schaffen und einen Beitrag zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks zu leisten“, so die Gründerin.

Der derzeitige regulatorische Kontext spielt dem Startup in die Karten: Die EU-Ökodesign-Verordnung zielt darauf ab, die Vernichtung unverkaufter Textilien zu reduzieren. Neworn macht genau diese Produkte für Familien zugänglich – als Alternative zum Neukauf. Die Mission formuliert Schober so: „Wir helfen Familien, ihren Kindern das Beste zu geben – indem wir hochwertige Kinderkleidung zugänglich, leistbar und einfach machen“.

KI soll Suche personalisieren

Neworn setzt KI-Funktionen ein, die ein personalisiertes Einkaufserlebnis schaffen sollen. Ziel sei es, ein „personalisiertes Einkaufserlebnis für Eltern anhand der Größe des Kindes und der Geschwindigkeit in der es wächst zu schaffen.“ Auch Vorschläge hinsichtlich Style und Schnitt werden an die Vorlieben der User angepasst.

Die Zielgruppe erreicht Neworn über Growth-Hacking und Partnerschaften mit Kindergärten, Spielgruppen, Yoga-Studios, Hebammen und Geburtskliniken. Schober betont den effizienten Marketingansatz: „In erster Linie setzen wir auf kreative Lösungen, um unser Marketingbudget so effizient wie möglich einzusetzen.“ Die App ermöglicht den Einkauf bei mehreren Anbietern gleichzeitig und bietet flexible Lieferoptionen nach Hause. Verkäufer:innen können Artikel mit wenigen Klicks einstellen, Etiketten ausdrucken und versenden.

Mit dem Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen will das Startup nun Kapital für die weitere Skalierung einsammeln und die eigene Sichtbarkeit steigern.

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