Plash: Ex-Nestlé-Forscher aus Österreich mixt Mocktails mit Elektrolyten
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Cocktail-Feeling ohne Kater, dafür mit Magnesium: Der österreichische Food-Innovator Gerhard Petzl hat mit Plash eine alkoholfreie Getränkemarke in der Schweiz gestartet, die Mocktails mit Elektrolyten kombiniert. Damit will der ehemalige Nestlé-Forscher eine eigene Kategorie zwischen Premium-Mocktail und Funktionsgetränk besetzen, ab 2027 auch in Österreich.
Drei Sorten mit 20 Kalorien
Plash gibt es in drei Sorten, die sich an Cocktail-Klassikern orientieren: Margarita mit Pink Guave, Mojito mit Zitrone und Minze sowie Spritz mit Orange und Ingwer. Pro 330-Milliliter-Dose stecken laut Hersteller nur 3 Gramm Zucker und rund 20 Kilokalorien drin, dazu bis zu 10 Prozent Fruchtsaft. Für den funktionalen Teil sorgen die Elektrolyte Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium, die sonst vor allem in isotonischen Sportgetränken zu finden sind. Die Getränke sind vegan sowie frei von Gluten, Soja und Milchprodukten.
„Ich wollte ein Getränk entwickeln, das den Genuss eines Cocktails mit wenig Zucker, wenigen Kalorien und natürlichen Fruchtsäften verbindet, ergänzt durch die Elektrolyte Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium“, sagt Petzl. Plash solle Genuss, Lifestyle und funktionalen Mehrwert in einer eigenständigen alkoholfreien Kategorie zusammenbringen.
Vom Nestlé-Labor zur eigenen Marke
Petzl blickt auf mehr als 30 Jahre in der Lebensmittelbranche zurück. Der gebürtige Österreicher arbeitete über 20 Jahre als Patissier, Chocolatier, Berater und Unternehmer in Europa, den USA, Asien und Australien und holte unter anderem Gold bei der Olympiade der Köche in Berlin. Danach verbrachte er fast ein Jahrzehnt in der Forschung und Entwicklung von Nestlé in der Schweiz. 2025 gründete er Plash als Einzelunternehmen mit Sitz am Genfersee, die Marke ist beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum eingetragen.
Beim Markenaufbau verzichtete Petzl auf eine klassische Werbe- oder Designagentur. Markenidee, Positionierung und visuelles Konzept entwickelte er selbst, für die Umsetzung von Marken- und Verpackungsdesign holte er eine ehemalige Nestlé-Designerin an Bord. Jede Sorte hat eine eigene Farbwelt, dazu kommen eine eigene Typografie und ein Premium-Auftritt.
So soll Plash in die Breite kommen
Den Vertrieb baut Petzl auf mehreren Schienen auf. Im Fokus stehen Handel, Gastronomie, Hotellerie, Events und Firmenkund:innen. Im eigenen Onlineshop kostet ein Tasting-Set mit allen drei Sorten 14,50 Franken (rund 15,50 Euro), ein Tray mit 24 Dosen einer Sorte 69,95 Franken (rund 75 Euro). Pro Dose sind das 2,91 Franken (rund 3,10 Euro), im XL-Paket mit 72 Dosen 2,76 Franken (rund 2,95 Euro).
Ein zweites Standbein soll das B2B-Geschäft werden:
- Trio-Box: Die Geschenkbox mit allen drei Sorten lässt sich mit dem Branding von Unternehmen gestalten und soll als alkoholfreie Alternative zu Wein oder Schokolade bei Kund:innen- und Mitarbeiter:innengeschenken punkten. Bestellt werden können 10 bis 500 Boxen.
- Co-Branding: Dosen mit eigenem Logo neben dem Plash-Schriftzug gibt es ab 30 Kartons.
- Events und Großabnehmer: Für Veranstaltungen gibt es Trays mit 24 Dosen, für Großabnehmer:innen Paletten ab einer Viertelpalette mit 480 Dosen.
Derzeit konzentriert sich Petzl auf den Schweizer Markt. Ab 2027 soll Plash auch in Österreich erhältlich sein.
Konkurrenz von Mocktails und Sportgetränken
Mit dem Spagat zwischen Mocktail und Funktionsgetränk tritt Plash gleich gegen zwei Lager an. Bei trinkfertigen alkoholfreien Cocktails in der Dose sind Marken wie Nohrlund aus Dänemark oder Lyre’s aus Australien unterwegs, in Österreich setzt das Wiener Startup kein & low auf alkoholfreie Alternativen. Bei den Elektrolyten konkurriert Plash mit isotonischen Sportgetränken wie Powerade und Gatorade sowie Elektrolyt-Pulvern wie Liquid I.V. Nach eigenen Angaben ist Plash der erste Anbieter in der Schweiz und der EU, der beides in einer trinkfertigen Dose kombiniert.

