raicoon: Wiener EnergyTech macht Exit an Stem aus den USA
Das Wiener EnergyTech raicoon GmbH hat einen Exit vollzogen: Der US-amerikanische Anbieter von KI-gestützter Energiesoftware Stem, Inc. (NYSE: STEM) hat die Software-Assets von raicoon übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Wie berichtet, hat sich raicoon, das 2018 von Ralf Tschanun, Fiona Amann und Michael Edelbacher gegründet wurde, im Jahr 2023 eine Seed-Finanzierung von etwa vier Millionen Euro gesichert. Damals kamen Push VC und Voltares an Bord.
Was raicoon macht und was Stem kauft
raicoon wurde in Wien gegründet und hat sich auf automatisierte Fehlererkennung sowie Ereignismanagement für die Leistungsüberwachung von Solaranlagen spezialisiert. Die Software analysiert große Mengen an Asset-Daten, erkennt Leistungsanomalien und priorisiert automatisch jene Probleme, die für Betreiber tatsächlich relevant sind. Damit soll der Arbeitsaufwand für Operatoren sinken und die Zeit bis zur Fehlerbehebung verkürzt werden.
Stem erwirbt mit dem Deal die Kerntechnologie von raicoon und wird diese schrittweise in seine bestehende Plattform PowerTrack integrieren. PowerTrack ist ein Softwareprodukt für das Management von Portfolios erneuerbarer Energien. Die Übernahme umfasst ausdrücklich die Software-Assets, nicht das gesamte Unternehmen.
Stem: Ein kleines Unternehmen nach US-Maßstäben
Stem ist an der New York Stock Exchange notiert, bringt derzeit jedoch lediglich eine Marktkapitalisierung von rund 89 Millionen US-Dollar auf die Waage. Für ein börsennotiertes US-Technologieunternehmen ist das ein vergleichsweise bescheidener Wert. Das Unternehmen positioniert sich als globaler Anbieter von KI-gestützter Software und Dienstleistungen für saubere Energie und hat seinen Sitz in Houston, Texas.
Die Übernahme von raicoon ist Teil der erklärten strategischen Priorität von Stem für das Jahr 2026: das Kerngeschäft rund um PowerTrack zu stärken und den Mehrwert für bestehende Kunden zu erhöhen. Die raicoon-Technologie ist bereits in europäischen Solarportfolios im Einsatz, was Stem einen direkten Zugang zu europäischen Betreibern verschafft.
Stimmen der Beteiligten
„Kunden suchen nach klareren, handlungsrelevanten Erkenntnissen aus ihren Energieanlagen, nicht nach mehr Lärm. Diese Akquisition stärkt PowerTrack weiter, indem wir unsere Fähigkeit verbessern, automatisch die wichtigsten Probleme zu identifizieren und zu priorisieren, damit Betreiber Leistungsprobleme schneller lösen und mit größerer Sicherheit handeln können“, so Matt Tappin, President of Software bei Stem.
„Betreiber brauchen keine weiteren Alarme, sie brauchen Entscheidungen. raicoon wurde entwickelt, um genau diese Lücke zu schließen, indem automatisch erkannt wird, was falsch läuft, was wichtig ist und was zu tun ist. Als Teil von Stem können wir das einer globalen Kundenbasis auf der Plattform liefern, die bereits den Standard für das Management von Clean-Energy-Assets setzt“, so Ralf Tschanun, Co-Founder und Chief Product Officer bei raicoon.
Was mit bestehenden raicoon-Kunden passiert
Stem versichert, dass bestehende raicoon-Kunden weiterhin mit derselben Plattform und demselben Servicemodell betreut werden. Neu hinzu kommt der Zugang zu den globalen Ressourcen von Stem sowie zu erweiterten Softwarefunktionen. Die vollständige Integration der raicoon-Technologie in PowerTrack soll schrittweise erfolgen, mit dem Ziel einer einheitlichen Nutzererfahrung.


