47,4 Millionen Euro für vier COMET-Zentren: Österreich investiert in Innovation
Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG hat die Förderung von vier COMET-Zentren beschlossen. Insgesamt 47,4 Millionen Euro kommen dabei aus der öffentlichen Hand. COMET-Zentren betreiben anwendungsorientierte Spitzenforschung auf internationalem Niveau. Sie adressieren gezielt Schlüsseltechnologien wie AI, Robotik und Mobilitätstechnologien.
Neues COMET-Zentrum erforscht selbstheilende Systeme
Der Bund allein steuert 31,6 Millionen Euro für die Förderung bei, die Bundesländer weitere 15,8 Millionen Euro. Unternehmenspartner bringen rund 45,2 Millionen Euro ein, wissenschaftliche Partner zusätzlich 4,9 Millionen Euro. Ein neues Zentrum sowie drei bestehende setzten sich im Wettbewerb um die Förderung durch.
Das neue Kompetenzzentrum ARC (Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems) startet in Klagenfurt unter Koordination der Lakeside Labs GmbH. ARC erforscht autonom agierende und selbstheilende Systeme auf Basis von AI und Schwarmintelligenz, um die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und Unternehmen gegen Krisen zu erhöhen.
„Investieren gezielt in Schlüsseltechnologien“
Drei geförderte Zentren bestehen bereits und setzen ihre Arbeit nun fort. Das Linz Center of Mechatronics (LCM) verbindet Mechatronik mit Zukunftstechnologien, das Materials Center Leoben (IMI) entwickelt nachhaltige Werkstoffe und Prozesse entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs, und die Virtual Vehicle GmbH (COMET SDM) arbeitet an softwaredefinierter Mobilität.
„Die österreichische Industriestrategie 2035 setzt klar auf den Ausbau unserer Innovationskraft. Mit den COMET-Zentren investieren wir gezielt in jene Schlüsseltechnologien, die über die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts in den kommenden Jahrzehnten entscheiden. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Forschung und Unternehmen schafft Innovationen, die direkt in Wertschöpfung, industrielle Produktion und hochwertige Arbeitsplätze in Österreich übersetzt werden“, sagt Innovationsminister Peter Hanke.
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Netzwerk umfasst bereits 24 Zentren
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont die Investition trotz Budgetkonsolidierung: „Zukunft entsteht nicht durch Stillstand, sondern durch klare Zielsetzungen und konsequentes Handeln: Wir haben uns mit der Industriestrategie 2035 vorgenommen, verstärkt in High-Tech und Schlüsseltechnologien zu investieren. Dies tun wir auch bewusst in Zeiten der Budgetkonsolidierung.“ Die Finanzierung sei ein entscheidender Hebel zur Überführung exzellenter Forschungsergebnisse in markttaugliche Produkte.
Die beiden FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin Tausz heben die Bedeutung des Programms hervor: „COMET zeigt seit mehr als zwei Jahrzehnten, wie erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft funktioniert. Die Zentren bringen exzellente Forschungseinrichtungen und engagierte Unternehmen zusammen und schaffen damit ein Umfeld, in dem neue Erkenntnisse rasch in Technologien, Produkte und Anwendungen überführt werden können.“
Mittlerweile umfasst das COMET-Netzwerk insgesamt 24 Zentren, 15 Projekte und 16 Module. Das Programm wird vom Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Bundesländern sowie beteiligten Unternehmen und Forschungsorganisationen finanziert. Die FFG verantwortet seit über 20 Jahren das Programm-Management und die Vernetzung.

