Blocks: Flink-Gründer erhält 6 Mio. Dollar für Cloud-Kostenoptimierung – Speedinvest ist Lead-Investor
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Die Berliner Serial Entrepreneurs Oliver Merkel und Andreas Schroeter haben Blocks gelauncht – ein AI-Startup, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Cloud-Ausgaben zu reduzieren und zu kontrollieren. Das Unternehmen hat eine Pre-Seed-Runde über 6 Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von Speedinvest. Die Finanzierungsrunde war deutlich überzeichnet und umfasst neben Caesar Ventures auch Beteiligungen erfahrener europäischer Gründer, darunter die Köpfe hinter JustEatTakeaway, Flix, McMakler, SellerX, Dr. Smile und Foodspring.
Blocks adressiert ein strukturelles Problem moderner Software-Unternehmen: Cloud-Infrastruktur zählt zu den größten Kostentreibern. „Cloud ist einer der größten Kostenblöcke für die meisten Startups – aber auch einer der am wenigsten aktiv verwalteten“, so Co-Founder Oliver Merkel. „Bei Flink haben wir gesehen, wie schnell Kosten skalieren können, ohne klare Verantwortlichkeit oder Tools. Blocks wurde entwickelt, um das zu beheben.“
Das Unternehmen kombiniert zwei Ansätze: kontinuierliche Infrastruktur-Optimierung durch agentische DevOps und AI (genannt Major Tom) sowie gebündelte Einkaufsmacht, die Unternehmen Zugang zu Preisstrukturen verschafft, die normalerweise größeren Organisationen vorbehalten sind. „Wir bündeln die Cloud-Ausgaben, um erhebliche Mengenrabatte auszuhandeln. Wir erzielen stets einen Rabatt von 20 Prozent. Meistens sind es sogar mehr“, heißt es auf der Website.
„Wir bauen ein System, das tatsächlich handelt“
Während die FinOps-Kategorie in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, erfordern die meisten Lösungen dedizierte interne Ressourcen und operativen Overhead. Blocks verfolgt einen anderen Weg: Statt zusätzliche Dashboards und Komplexität zu schaffen, fokussiert sich das System auf Ausführung. „Wir bauen keine weitere Ebene der Sichtbarkeit“, sagt Co-Founder Andreas Schroeter. „Wir bauen ein System, das tatsächlich handelt – kontinuierlich und im Hintergrund.“ Durch das Pooling der Nachfrage mehrerer Kunden soll Blocks zudem das Risiko langfristiger Cloud-Commitments reduzieren und Cloud-Ausgaben von einer weitgehend intransparenten Kostenstelle in ein kontrollierbares und optimierbares System verwandeln.
50+ Unternehmen nutzen Blocks derzeit
Blocks richtet sich zunächst an Startups und Wachstumsunternehmen, die stark auf Cloud-Infrastruktur angewiesen sind, aber weder die Größe noch interne FinOps-Kapazitäten besitzen, um diese effektiv zu optimieren. „Unser Ziel ist es, Kosteneffizienz zum Standard zu machen, nicht zu einem Trade-off“, betont Merkel. Blocks ist aktuell für mehr als 50 Firmen in ganz Europa im Einsatz. Das Berliner Startup plant, den Zugang in den kommenden Monaten zu erweitern.
Frederik Hagenauer, Partner bei Speedinvest, unterstreicht das Potenzial: „Cloud-Kosten wachsen tendenziell still im Hintergrund – bis sie zu einer echten Einschränkung werden. Blocks verwandelt das in ein klares Wertversprechen: geringere Ausgaben, weniger Komplexität und bessere Margen, ohne interne FinOps-Kapazitäten aufzubauen.“
Statt direkt mit Cloud-Providern oder bestehenden Tools zu konkurrieren, positioniert sich Blocks als zusätzliche Schicht im Infrastruktur-Stack – um Anreize zwischen Kosten, Performance und Skalierbarkeit auszubalancieren. „Cloud ist unglaublich leistungsfähig geworden, aber auch zunehmend komplex“, resümiert Schroeter. „Wir glauben, dass das Kostenmanagement genauso systematisch und automatisiert sein sollte wie die Skalierung von Rechenleistung.“
