BMD knackt 100-Millionen-Marke und bleibt bewusst unabhängig
Der österreichische Business-Software-Hersteller BMD durchbricht im Wirtschaftsjahr 2025/2026 erstmals die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro und erreicht 103,5 Millionen Euro. Über 30.000 Unternehmen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in sechs Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Ungarn und Slowakei) setzen auf die Lösungen des Systemhauses.
Verkauf von BMD steht nicht zur Debatte
Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr gewann BMD nach eigenen Angaben 1.500 Neukunden. „Das Überschreiten der 100 Mio. Euro Umsatzgrenze ist für uns ein Meilenstein und zugleich ein klarer Auftrag für die Zukunft“, erklärt Geschäftsführer Markus Knasmüller. Das Wachstum verteilt sich auf alle Bereiche, darunter Auftragseingang, Cloudlösungen und Dienstleistungen.
BMD zählt zu den letzten großen Softwarehäusern im DACH-Raum, die vollständig in privatem Eigentum stehen. Während zahlreiche Wettbewerber in den vergangenen Jahren von Investoren übernommen wurden, verfolgt BMD bewusst einen anderen Weg.
„Wir wachsen nachhaltig, weil wir konsequent in Innovation, Qualität und Menschen investieren“, so Knasmüller. Die Eigentümer investieren nach eigenen Angaben kontinuierlich in Produktentwicklung, Servicequalität und Mitarbeiter:innen. Diese Unabhängigkeit soll Entscheidungen ausschließlich im Sinne der Kunden und der langfristigen Unternehmensentwicklung ermöglichen. Ein Verkauf steht nicht zur Diskussion.
Firmenakademie vermittelt Fachwissen
Die BMD Akademie feiert ihr 35-jähriges Bestehen und zählt mit 13.800 Teilnehmer:innen an Seminaren, Lehrgängen und Webinaren zu den führenden Aus- und Weiterbildungsanbietern für Rechnungswesen- und Steuersoftware in Österreich. 70 zertifizierte BMD-Trainer:innen und 68 externe Fachtrainer vermitteln aktuelles Wissen an acht Standorten, einer davon ist in Klagenfurt neu entstanden.
„Seit 35 Jahren steht die BMD Akademie für praxisnahe Weiterbildung auf höchstem Niveau“, betont Knasmüller. Das Programm umfasst KI-Lehrgänge, E-Commerce-Spezialisierungen und Seminare wie „KI im Rechnungswesen“.
Ein eigenes AI-Team treibt neue Entwicklungen voran. Mit Fox-Text bietet BMD ein KI-gestütztes Modul für Textverarbeitungsaufgaben direkt in der Software. Eine neu entwickelte Schnittstelle zu RechtGPT ermöglicht Steuerberatern, die KI zu Gesetzen zu befragen, etwa bei der Bearbeitung von Steuererklärungen.
Akquisition in der Schweiz Anfang 2026
Die BMD Com-Palette digitalisiert den Kanzleialltag: Mandant:innen laden Belege digital hoch, erfassen Daten für Buchhaltung und Lohnverrechnung selbst vor, und beide Parteien nutzen das System als 24/7-Informationstool. KI-gestützte Beleginhalte-Erkennung liest Rechnungsinformationen automatisch aus. Das soll bei hohen Belegzahlen eine erhebliche Arbeitserleichterung ermöglichen.
International expandiert BMD strategisch. Zu Jahresbeginn übernahm das Unternehmen eine etablierte Lohnsoftware in der Schweiz, die teilweise direkt ins Telebanking namhafter Schweizer Banken integriert ist. „Mit dieser Akquisition stärkt BMD seine Position im Schweizer Markt deutlich“, führt Knasmüller aus. BMD bietet nun eine durchgängige Komplettlösung inklusive landesspezifischer Lohnverrechnung und erschließt neue Kundensegmente. Bereits in den Vorjahren integrierte BMD in Deutschland erfolgreich Kundenportfolios kleinerer Unternehmen.
In der Nachwuchsförderung setzt BMD auf das seit 2004 laufende Schulbuchprojekt mit dem Trauner Verlag. Die Schulbücher verbinden Theorie und Praxis für berufsbildende Schulen und Fachschulen. Lernende arbeiten mit realitätsnahen Beispielen direkt in der BMD-Software und bauen frühzeitig Verständnis für betriebliche Abläufe auf.
„Unser Ziel ist es, junge Menschen bestmöglich auf die Praxis vorzubereiten und gleichzeitig Betrieben qualifizierte Fachkräfte mit Software-Know-how zur Verfügung zu stellen“, so Knasmüller.

