Easy Reitsporen: Steirer erfindet den Reitsporn neu und verspricht mehr Sicherheit im Sattel
Der Reitsport ist nicht nur ein weit verbreitetes Hobby, sondern auch ein Markt mit einer traditionell sehr kaufkräftigen Zielgruppe. Wenn es um das Equipment für Pferd und Reiter:in geht, stehen Komfort und Sicherheit an oberster Stelle. Genau hier setzt der Steirer Egon Wolf mit seinem Startup an. Mit „Easy Reitsporen“ hat der Gründer aus Weiz ein Hardware-Produkt entwickelt, das einen altbekannten Ausrüstungsgegenstand grundlegend modernisieren soll. In Folge 8. von „2 Minuten 2 Millionen“ stellt er seine patentierte Erfindung der Investor:innen-Jury vor – und bringt dafür sogar sein Pferd „Olaf“ mit ins Studio.
Ein Klick-System für den Stiefelabsatz
Klassische Reitsporen werden üblicherweise mit Bügeln und Lederriemen über den Reitstiefel geschnallt. Das kann nicht nur unpraktisch in der Handhabung sein, sondern im Falle eines Sturzes auch ein Sicherheitsrisiko bergen, wenn sich die Riemen verheddern. Egon Wolf hat dieses Problem am eigenen Leib erfahren: Nach einem eigenen schweren Reitunfall begann er mit der Entwicklung eines neuen Systems, um den Sport künftig sicherer zu machen.
Seine Lösung, die „Easy Reitsporen“, verzichtet vollständig auf die herkömmliche Befestigung. Stattdessen wird der patentierte Reitsporn durch einen speziellen Mechanismus direkt im Absatz des Reitstiefels fixiert. Das System soll beim Reiten einen absolut festen Halt garantieren, sich aber in einem Notfall oder bei einer unnatürlichen Belastung automatisch vom Schuh lösen. Damit kombiniert das Startup einen simplen Alltagsnutzen mit einem starken Sicherheitsversprechen.
Skalierung in einer kaufkräftigen Nische
Beim Pitch im TV-Studio sorgt der Gründer nicht nur mit seinem tierischen Begleiter für Aufsehen. Während der Präsentation kommt es zu einer unerwarteten Wendung: Nach einem kurzen Abgang von Investor Alexander Schütz darf Egon Wolf kurzerhand selbst auf dem Investorenstuhl Platz nehmen und die Perspektive wechseln.
Doch abseits dieser besonderen Show-Momente geht es bei den Verhandlungen um die wirtschaftliche Realität seines Startups. Der Reitsport-Markt ist eine hochattraktive Nische, in der Konsument:innen bereit sind, viel Geld für hochwertiges Sicherheitsequipment (wie Helme oder Airbag-Westen) zu investieren. Die größte Herausforderung bei physischen Produkten liegt für Investor:innen jedoch meist in der kapitalintensiven Produktion, den Werkzeugkosten und dem Bestandsmanagement.