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eustella: Wiener Startup launcht Version 1.5 und bringt Open-Weight-KI an die Weltspitze heran

eustella: Wiener Startup launcht Version 1.5 und bringt Open-Weight-KI an die Weltspitze heran
© eustella

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Washington hat das Rennen um Superintelligenz zur Chefsache gemacht: US-Präsident Trump will KI künftig nur noch „Super Intelligence“ nennen, und im Weißen Haus haben die Chefs führender KI-Konzerne ein Abkommen dazu unterzeichnet. Heute zeigt das Wiener Startup eustella, dass Europa in diesem Rennen aufholen kann. Mit eustella Version 1.5 geht das Startup seinen nächsten Schritt und verbessert Open-Weight-Modelle mit eigenem Post-Training und einem dafür optimierten KI-System. Das Ergebnis ist eine deutlich stärkere Leistungen und wesentlich weniger politische und ideologische Einflussnahme, ausgehend von chinesischen KI-Modellen. Gleichzeitig öffnet eustella seine Plattform für Unternehmen.

Ein Sommer im Labor: Was eustella Version 1.5 kann

Während Superintelligenz in aller Munde ist, hat das eustella-Team den Sommer genutzt, um die eigenen Open-Weight-Modelle grundlegend zu verbessern: eustella optimiert diese und stimmt sie präzise auf das eigene KI-System ab – ein Ansatz, der modellübergreifend funktioniert. So überzeugt eustella v1.5 in allen 14 getesteten Benchmarks und schneidet im Schnitt um 5 Punkte besser ab, als das gewählte Basis Modell Qwen 3.8 27B: beim Programmieren (LiveCodeBench v6) um 17,1 Punkte, beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench) um 10,9 und bei komplexen Gesprächen (MultiChallenge) um 10,8.

Damit spielt das kompakte eustella v1.5 Modell von 27 Milliarden Parametern in mehreren Disziplinen mit den Spitzenmodellen aus den USA in derselben Liga: Im Programmier-Benchmark LiveCodeBench erreicht eustella 89,1 Prozent (Claude Opus 5: 89,0, GPT-5.6 Sol: 82,6), beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) liegt es mit 87,5 Prozent vor beiden US-Modellen (84,0 bzw. 79,0) und bei naturwissenschaftlichen Expertenfragen (GPQA Diamond) bei 92,6 Prozent, nur knapp hinter Claude Opus 5 (93,9). Gegenüber Mistral Medium 3.5 liegt eustella v1.5 in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn – obwohl das Mistral-Modell rund fünfmal so viele Parameter hat.

16-mal geringere ideologische Voreingenommenheit und Einfluss als bei chinesischen KI-Modellen

Die leistungsstärksten Open-Weight-Modelle stammen derzeit überwiegend aus China und bringen damit auch entsprechenden chinesischen Einfluss mit sich. Durch Korrekturen der Modelle kann eustella v1.5 diese politische und ideologische Voreingenommenheit reduzieren: Der Anteil der Antworten, die das Narrativ der chinesischen Regierung wiedergeben, sinkt von 30,4 auf 1,9 Prozent – eine Reduktion um das 16-Fache. So ist es gelungen, dass beispielsweise zu Fragen über Taiwan das chinesische Basismodell in 85 Prozent der Fälle Pekings Linie vertritt und sich bei eustella nur noch 2 Prozent davon wiederfinden.

Auch Kritik an Regierungen wird ausgewogener: das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B kritisiert die chinesische Regierung seltener als die der USA, Russlands oder der EU. Mit eustella v1.5 wird diese Schieflage bereinigt. Eustella arbeitet kontinuierlich daran, Political Bias wie auch Gender- und Racial Bias zu entfernen, um KI sicherer und fairer für alle zu machen.

Schritt für Schritt zum KI-Labor Europas

eustella Version 1.5 ist bereits der zweite große Optimierungsschritt in wenigen Monaten. Ende August hat eustella durch die Verbesserung der Modell-Gewichte das Nutzungsvolumen für alle Abonnements verachtfacht, ohne die Preise zu erhöhen. Mit v1.5 folgt nun ein großer qualitativer Sprung. Weitere Forschungsarbeit ist in Vorbereitung: eustella will Schritt für Schritt eigene KI-Technologie entwickeln und Europa einen Platz im globalen Rennen um die leistungsfähigste KI zu sichern.

eustella für Unternehmen: Team- und Enterprise-Pläne

Mit eustella v1.5 bietet nun das Wiener Start- Up auch Angebote für Unternehmen und Organisationen an. Die Kosten für Unternehmer oder Organisationen werden sich auf 20 Euro pro Nutzer:in und Monat für den Standard-Platz „Orbit“ beziehungsweise 80 Euro für den Premium-Platz „Constellation“ mit vierfachem Nutzungsvolumen belaufen. Dabei erhalten alle Kunden ein eigenes Retrieval System, das direkt in das Memory-System von eustella v1.5 eingebaut ist. Dazu eine organisationsweite Suche sowie zentrale Abrechnung und Verwaltung. Für große Organisationen bietet der Enterprise-Plan individuelle Konfigurationen an und gemeinnützige Organisationen & NGOs werden mit bis zu 50% Preisnachlass unterstützt. Insgesamt zählt eustella schon über 22.000 Nutzer:innen. Die ersten 25 Partner haben bereits exklusiven Zugriff auf die eustella API.

Das europäische KI-Ökosystem

Zu Hause ist eustella mitten im österreichischen KI-Ökosystem: Das Startup ist Coworker im Coworking Hub der AI Factory Austria AI:AT in Wien-St. Marx. Hier hat eustella im Juni auch seine Plattform vorgestellt, mit Gästen von Mistral AI, Bitpanda und IONOS Cloud am Podium. Der Hub zählt mehr als 200 Co-Workers und bringt Startups, Forschung, Industrie und öffentliche Hand zusammen. Für junge Teams wie eustella heißt das: Zugang zu Expertise, potenziellen Partnern und Sichtbarkeit im Ökosystem.

Dahinter steht ein europäisches Vorhaben. AI:AT ist Österreichs nationale AI Factory im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking und wird von der EU und Österreich kofinanziert. Sie ist eine von 19 AI Factories in 16 Ländern, mit denen Europa eigene Rechenkapazitäten und KI-Kompetenz aufbaut. AI:AT verbindet KI-optimierte Hochleistungsinfrastruktur mit dem Hub und begleitet Organisationen aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und angewandter Forschung als marktneutraler, unabhängiger Zugangspunkt vom ersten Use Case bis zur praktischen Umsetzung.

Die Entwicklung von eustella, von der KI-Agenten-App im Juni bis zum gezielten Nachtrainieren offener Modelle in Version 1.5, zeigt, was in einem lebendigen KI-Ökosystem entstehen kann. Wenn Startup-Dynamik, eigene Forschung, vertrauenswürdige KI-Entwicklung, Community und europäische Infrastruktur zusammenkommen, rückt europäische KI-Souveränität ein Stück näher.

„Nur wenige Monate nach dem Launch legt eustella mit Version 1.5 deutlich nach. Genau für solche Teams wurde die AI Factory Austria AI:AT aufgebaut: Wir schaffen ein Umfeld, in dem KI-Kompetenz, Partner und Wege zu leistungsfähiger Infrastruktur zusammenfinden. Je mehr von ihnen hier wachsen, desto unabhängiger wird Europa bei einer Schlüsseltechnologie.“ Karl Kugler, Co-Lead AI Factory Austria AI:AT

„Wettbewerbsfähige KI braucht Rechenleistung, Daten und Know-how in Europa. Genau dafür bauen die AI Factories des EuroHPC Joint Undertaking die Grundlagen auf. Startups wie eustella zeigen, wie viel Tempo europäische Teams dabei vorlegen.“ Markus Stöhr, Co-Lead AI Factory Austria AI:AT

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. „Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann, und das mit europäischen Werten. eustella v1.5 ist erst der Anfang. Unser Ziel ist es, Europa einen Platz auf der Weltkarte im Zeitalter der KI zu sichern.“

Über eustella

eustella ist der führende europäische Anbieter für souveräne KI mit Sitz in Wien. Durch die Kombination von hochperformanten eigenen KI-Systemen, einer rein europäischen Cloud-Infrastruktur und strategischen Partnerschaften schafft eustella die technologische Basis für digitale Unabhängigkeit in Europa.

Über die AI Factory Austria AI:AT

Die AI Factory Austria AI:AT ist Österreichs nationale AI Factory im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking. Sie wird gemeinsam vom AIT Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria (ACA) geleitet und durch ein österreichweites Konsortium umgesetzt.

AI:AT kombiniert KI-optimierte Hochleistungsinfrastruktur mit einem physischen Hub und unterstützt Organisationen aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und angewandter Forschung als marktneutraler, unabhängiger Zugangspunkt entlang der KI-Reise – vom ersten Use Case bis zur praktischen Umsetzung. Die AI Factory Austria AI:AT wird durch das European High-Performance Computing Joint Undertaking (JU) im Rahmen des Fördervertrags Nr. 101253078 kofinanziert.

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