Indoor-Garten-Startup

Everleaf holt sechsstellige Finanzierung und expandiert über DACH hinaus

© Everleaf
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Das Wiener Indoor-Garten-Startup Everleaf hat eine neue Finanzierungsrunde im mittleren sechsstelligen Bereich abgeschlossen. Der größte Teil des frischen Kapitals geht in die Vorfinanzierung der Ware, dazu kommen Marketing und Produktentwicklung. Ab dem kommenden Jahr will das Startup erstmals neue Märkte abseits des DACH-Raumes erschließen.

Neuer Investor mit Silicon Valley-Erfahrung

Die Jungfirma ist im Jahr 2023 mit dem Ziel an den Start gegangen, Kund:innen das Ernten von frischem Gemüse in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Bereits im vergangenen Jahr konnte Everleaf eine sechsstellige Finanzierung aufstellen. Damals lautete das Ziel, den Umsatz im laufenden Jahr zu verzehnfachen. Dieses Ziel hat das Startup nach eigenen Angaben beinahe erreicht. In diesem Jahr verzeichnet die Jungfirma ein starkes Wachstum.

Zu den neuen Investoren bei der aktuellen Runde zählt ein Gründer, der bereits im Silicon Valley ein Unternehmen erfolgreich aufgebaut und verkauft hat. Auf eigenen Wunsch werden die neuen Gesellschafter nicht namentlich genannt.

„Geld allein löst in unserer Phase wenig. Was uns wirklich weiterbringt, sind Leute, die den Weg vom Startup zum großen Unternehmen schon einmal gegangen sind und wissen, wo es dabei knirscht“, sagt Everleaf-Gründer Christophe Vermeersch.

Everleaf investiert stärker in Produkte

Ein Großteil der neuen Mittel fließt nicht in Marketing, sondern in die Ware selbst. Für Everleaf ist das die zentrale Herausforderung im Consumer Hardware Geschäft: Produktion und Einkauf müssen Monate vorfinanziert werden, lange bevor ein einziger Garten verkauft ist. Je stärker das Jungunternehmen wächst, desto größer wird der Kapitalbedarf, der in Lager und Vorproduktion gebunden ist.

Klassische Einkaufsfinanzierungen von Banken greifen in dieser Größenordnung noch nicht. Genau hier setzt die neue Runde an: Sie soll das Working Capital stärken und damit die Basis für das geplante Wachstum schaffen. Everleaf hält sich außerdem die Option offen, künftig ein weiteres Double Equity zu beantragen, um diesen Bereich dauerhaft abzusichern.

Seit die Jungfirma die Produktentwicklung vollständig In-house geholt und vor einem Jahr einen eigenen Produktentwickler eingestellt hat, kommen deutlich mehr Produkte auf den Markt, vor allem Zubehör für den Everleaf Garden. Noch in diesem Jahr folgen zwei weitere Produkte, die das Gartenerlebnis erweitern.

Everleaf: Indoor-Garten-Startup erhält sechsstelliges Investment

Firmenkonzept ist im DACH-Raum etabliert

Der Ansatz dahinter ist bewusst schlank. In der hauseigenen Werkstatt stehen mehrere 3D-Drucker. Aus einer Idee kann innerhalb einer Woche ein Produkt im Shop werden, das im echten Markt zum Einsatz kommt. Erst wenn Kund:innen es kaufen und mit Qualität und Funktion zufrieden sind, investiert das Team in skalierbare Fertigungsverfahren wie Spritzguss, die immer mit hohen Werkzeugkosten verbunden sind. Das Team soll auch künftig bewusst klein bleiben. Man will Prozesse so weit wie möglich mit KI aufsetzen.

Nun will Everleaf auch neue Länder erschließen. „Uns war immer wichtig, erst zu zeigen, dass unser Produkt und unser Ansatz in DACH funktioniert, bevor wir in neue Märkte gehen“, sagt Vermeersch. „Inzwischen haben wir ein System gefunden, das funktioniert. Genau das wollen wir jetzt auf weitere Länder übertragen.“

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