Preisverleihung

German Startup Awards 2026: Merz fordert mehr privates Kapital für Jungfirmen

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bei den German Startup Awards © Bundesregierung/Henning Schacht
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bei den German Startup Awards © Bundesregierung/Henning Schacht

Am Donnerstag wurden in Berlin die German Startup Awards 2026 verliehen. Die Auszeichnungen als Gründer:innen des Jahres haben dabei DeepL-CEO Jarek Kutylowski und Femtasy-Gründerin Julie Lepique erhalten, berichtet t3n. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz war auch anwesend und machte in seiner Rede deutlich: Deutschland müsse deutlich mehr privates Kapital in Innovationen lenken.

„Staat sollte Startups den roten Teppich ausrollen“

„Der Staat sollte Startups den roten Teppich ausrollen. Wir haben in der Bundesregierung damit begonnen, genau das zu tun“, sagte Merz in seiner Rede. Mehr Wagniskapital sei dabei ein zentraler Hebel.

Mit Blick auf private Ersparnisse erklärte der Kanzler, auf deutschen Spar- und Sichteinlagen lägen Billionenbeträge, die stärker in den Wirtschaftskreislauf und in Innovationen fließen müssten. Die Aussage zielt auf die Mobilisierung privaten Kapitals für die Startup-Szene.

DeepL und Femtasy gewinnen Preise

Rund 600 Gründer:innen, Investor:innen und Branchenvertreter:innen versammelten sich für die German Startup Awards im Palais am Funkturm zur Galafeier.

Gründer des Jahres Jarek Kutylowski hat DeepL vom KI-Übersetzer zu einem Anbieter sicherer KI-Lösungen für Unternehmen entwickelt. Allerdings hatte DeepL zuletzt angekündigt, Teile seines Teams abzubauen. Gründerin des Jahres wurde Julie Lepique, CEO von Femtasy, einer Plattform für Audio-Erotik speziell für Frauen.

Bei den Newcomern gingen die Auszeichnungen an Ruth Bosse von Ark Climate und Christian Ninstel von Droidrun. Ark Climate unterstützt Städte mit konkreten Werkzeugen bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Droidrun baut Infrastruktur, mit der KI-Agenten Smartphone-Apps autonom bedienen können.

Die Impact-Auszeichnungen erhielten Pia Wülfing von Pink und Ali Abderrahmane von Juhi. Pink bietet ein ärztlich geführtes digitales Angebot für Frauen mit Brustkrebs, unter anderem mit App, Kursen und Webinaren. Juhi vermittelt junge Helfer:innen an ältere und pflegebedürftige Menschen, die Unterstützung im Alltag brauchen, etwa beim Einkaufen, im Haushalt oder gegen Einsamkeit.

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