Auslandszahlungen

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien startet Kooperation mit britischem Fintech Wise

Martin Hauer und Roisin Levine. © Sabine Klimpt
Martin Hauer und Roisin Levine. © Sabine Klimpt

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Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien geht eine Partnerschaft mit dem Fintech Wise ein. Über dessen Banken-Sparte Wise Platform sollen Kund:innen künftig Geld in mehr als 40 Währungen und in über 160 Länder senden können. Ausgerollt wird das Service direkt in der App Raiffeisen Mein ELBA, zunächst für Kund:innen der Raiffeisen Stadtbank Wien. Abgewickelt werden können damit auch Zahlungen an Payment Wallets wie Alipay in China.

Das Ziel der Bank ist erklärtermaßen, den Auslandszahlungsverkehr schneller und billiger zu machen. „Wir beobachten eine steigende Nachfrage und wachsende Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden an nahtlose internationale Zahlungen“, sagt Generaldirektor Martin Hauer. Roland Mechtler, Vorstand für Platform, Technology & Treasury, verweist darauf, dass es sich um das erste Produkt der neu geschaffenen Abteilung „Daily Banking & Payments“ handelt.

Was Kund:innen davon haben

Wise gibt an, dass 77 Prozent der internationalen Transaktionen über seine Infrastruktur in Echtzeit laufen, also in weniger als 20 Sekunden, und 99,5 Prozent vollautomatisch verarbeitet werden. Vor dem Absenden einer Überweisung sollen die Gesamtkosten inklusive Wechselkurs sowie die voraussichtliche Ankunftszeit angezeigt werden. Möglich wird das laut Unternehmen durch mehr als 80 Lizenzen weltweit und neun direkte Anbindungen an nationale Zahlungssysteme, die den Umweg über Korrespondenzbanken verkürzen.

Als typische Anwendungsfälle nennt die Bank Zahlungen an Familienmitglieder im Ausland, Einkäufe bei Online-Händlern, die nur ihre lokale Währung akzeptieren, Studiengebühren sowie laufende Kosten für Zweitwohnsitze im Ausland. Firmenkunden sollen vor allem von besser planbaren Zahlungsflüssen profitieren.

Wise: An der Nasdaq gelistet

Wise wurde 2011 von den Esten Kristo Käärmann und Taavet Hinrikus in London gegründet, damals noch unter dem Namen TransferWise. Das Geschäftsmodell war von Beginn an eine Kampfansage an die Gebühren- und Wechselkursaufschläge klassischer Banken. 2021 folgten die Umbenennung auf Wise und der Gang an die Londoner Börse. Heuer hat das Unternehmen sein Primärlisting an die Nasdaq nach New York verlegt, in London bleibt eine Zweitnotiz bestehen. An der Börse wird Wise derzeit mit rund 12 Milliarden Dollar bewertet.

Wise Platform ist jener Geschäftszweig, über den Banken und andere Finanzinstitute die Infrastruktur in ihre eigenen Apps einbinden, statt eine Alternative zur Hausbank anzubieten. Für Raiffeisen ist es nicht die erste Berührung damit: Die Raiffeisen Bank International hatte bereits vor gut einem Jahr eine Kooperation mit Wise Platform für ihre Märkte in Zentral- und Osteuropa angekündigt. Manuel Sandhofer, EMEA General Manager von Wise Platform, spricht entsprechend davon, die Partnerschaft „auszubauen“.

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