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SpaceX will 40 Milliarden Dollar Schulden für Nvidia-Chips aufnehmen

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The Nvidia logo. © Mariia Berezovsky / Unsplash

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Raketen sind teuer, KI-Rechenzentren noch teurer: SpaceX verhandelt laut einem Bericht der Financial Times über eine Finanzierung von rund 40 Milliarden Dollar (etwa 35,5 Milliarden Euro), mit der das Unternehmen von Elon Musk Chips von Nvidia kaufen will. Federführend ist der Finanzinvestor Apollo Global Management.

10 Milliarden Kredit, 30 Milliarden Anleihen

Das Paket soll sich laut dem Bericht aus rund 10 Milliarden Dollar an Bankkrediten und 30 Milliarden Dollar an Schulden mit Investment-Grade-Rating zusammensetzen. Unter den Geldgebern, mit denen verhandelt wird, ist auch der Anleihe-Riese Pimco. Abgeschlossen werden soll der Deal 2027.

Mit dem Geld will SpaceX seine KI-Rechenzentren ausbauen. Musk hat angekündigt, dafür ausschließlich Nvidia-Hardware einzusetzen. Allein im Rechenzentrum Colossus 2 soll sich die Zahl der Nvidia-Chips bis Dezember mehr als verdoppeln. Seit der Fusion mit Musks KI-Firma xAI, die inzwischen als SpaceXAI firmiert, ist SpaceX selbst einer der größten Abnehmer von KI-Rechenleistung.

Apollo, Nvidia und SpaceX eng verflochten

Für Apollo ist es nicht der erste Chip-Deal mit Musk. Bereits Anfang des Jahres finanzierte der Investor zweimal je rund 3,5 Milliarden Dollar für Nvidia-Cluster von xAI. Zudem arbeitet Apollo mit Nvidia an Konsortien, die KI-Infrastruktur im Volumen von Hunderten Milliarden Dollar finanzieren sollen. Nvidia wiederum ist selbst an SpaceX beteiligt und hielt zuletzt Aktien im Wert von rund 21 Milliarden Dollar.

SpaceX nutzt die Rechenleistung nicht nur selbst. Einen Teil vermietet das Unternehmen an Dritte, darunter seit dem Frühjahr das komplette Rechenzentrum Colossus 1 an Anthropic. Mit dem Ausbau dürfte dieses Geschäft weiter wachsen. Bereits im zweiten Quartal investierte SpaceX laut seinen Quartalszahlen 15,8 Milliarden Dollar in Recheninfrastruktur.

An der Börse kühl aufgenommen

Die Anleger:innen reagierten verhalten. Die SpaceX-Aktie, die seit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq gehandelt wird, gab nach dem Bericht rund 1 Prozent auf knapp 170 Dollar nach, Nvidia legte um 0,5 Prozent zu. Die Frage, die Investor:innen umtreibt: Wie viel Schulden verträgt ein Raumfahrtunternehmen, das sich zunehmend in einen Betreiber von KI-Rechenzentren verwandelt?

Ein Milliardenmarkt für Schulden

SpaceX steht mit dem Schuldenhunger nicht allein. Meta hat für sein Rechenzentrum Hyperion in Louisiana gemeinsam mit Blue Owl bereits 2025 eine Finanzierung über 27 Milliarden Dollar aufgestellt, Cloud-Anbieter wie CoreWeave finanzieren ihre Chips seit Jahren über Kredite, die mit den GPUs selbst besichert sind. Die großen Tech-Konzerne haben allein im ersten Halbjahr rund 200 Milliarden Dollar an Investment-Grade-Anleihen für den KI-Ausbau begeben. Morgan Stanley schätzt, dass die KI-Infrastruktur bis 2028 rund 1,5 Billionen Dollar an externer Finanzierung benötigt. Für Nvidia ist das ein komfortables Geschäft: Je mehr Geld die Finanzindustrie in Rechenzentren pumpt, desto länger bleiben die Auftragsbücher voll.

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