Unframe: Enterprise-KI-Startup holt 50 Mio. Dollar, knackt 100 Mio. Dollar Auftragsvolumen in 12 Monaten
Das Enterprise-KI-Startup Unframe mit Sitz im Silicon Valley hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Mit der deutschen Gründerin Larissa Schneider als COO hat das 2024 gegründete Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten ein Auftragsvolumen von 100 Millionen US-Dollar erreicht. Damit zählt es zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen seiner Kategorie weltweit. Highland Europe führt die Runde an, bestehende Investoren wie Bessemer Venture Partners, Craft Ventures und TLV Partners beteiligen sich erneut. Die Gesamtfinanzierung steigt auf 100 Millionen Dollar.
Unframe positioniert sich als Plattform für KI-Lösungen in Unternehmen. Sie hilft dabei, Anforderungen von Firmen innerhalb weniger Tage in einsatzfähige KI-Anwendungen umzusetzen. Jede Lösung wird individuell entwickelt und so gestaltet, dass sie sich in die bestehenden IT-Systeme der Kunden einfügen lässt.
Flexible KI-Architektur
Das Startup wurde 2024 von Shay Levi, Larissa Schneider und Adi Azarya gegründet und hat Standorte in Kalifornien, Tel Aviv und Berlin. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen mehr Projekte gleichzeitig umsetzen, seine Plattform weiterentwickeln und erfahrene Führungskräfte ins Team holen
Durch die offene Plattform „The Framery“ integriert sich Unframe nahtlos in bestehende KI-Programme: Sie kann in der Cloud des Kunden, direkt im eigenen Rechenzentrum (On-Premises) oder als vollständig verwaltete SaaS-Lösung betrieben werden. Außerdem ist sie nicht an ein bestimmtes KI-Modell gebunden, sondern kann verschiedene LLMs nutzen.
Von der KI-Ambition zur operativen Umsetzung
„Jedes Unternehmen, mit dem wir sprechen, verfügt über einen Rückstau an hochwirksamen KI-Anwendungsfällen, doch nur ein Bruchteil davon ist tatsächlich produktiv im Einsatz“, sagt Shay Levi, CEO und Co-Gründer von Unframe. „Wir haben Unframe entwickelt, um die Lücke zwischen KI-Ambition und operativer Umsetzung zu schließen.“
Die Skalierung erfolgt schrittweise: Nach der ersten Implementierung rollen Kunden weitere Use Cases über Teams und Geschäftsbereiche hinweg aus. Das Ergebnis zeigt sich in einer Net Revenue Retention (NRR) von 400 Prozent – bestehende Kunden generieren damit im Schnitt viermal so viel Umsatz wie zuvor.
„Dass wir innerhalb eines Jahres die Marke von 100 Millionen US-Dollar TCV (Total Contract Value) überschritten haben, zeigt, dass Unternehmen bereit sind, großflächig in KI zu investieren, wenn die Lösung tatsächlich zu ihrer operativen Realität passt“, so Larissa Schneider, COO und Co-Gründerin von Unframe. „Jeder Kunde hinter diesem Meilenstein stand vor einem konkreten geschäftskritischen Engpass, benötigte eine individuell zugeschnittene Lösung und konnte diese innerhalb weniger Tage produktiv einsetzen. Genau dieses Modell skalieren wir jetzt weiter.“
„Zuerst kaum zu glauben“
Die Finanzierungsrunde unterstreicht die wachsende Nachfrage nach produktionsreifen KI-Lösungen. Jacob Bernstein, Principal bei Highland Europe, sieht genau hier den Engpass: „Nahezu jede Führungskraft, mit der wir sprechen, kann mehrere KI-Anwendungsfälle benennen, die für ihr Unternehmen enormes Potenzial hätten. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch nach der Idee.“ Von Kunden höre man immer wieder: „Zuerst konnte ich es kaum glauben. Dann habe ich es gesehen. Und jetzt rollen wir bereits die nächsten zehn Use Cases aus.“
