Krieg

120 Millionen Dollar: Das kauft die Ukraine mit den Krypto-Spenden

Bitcoin vor Ukraine-Flagge © cryptostock on Pixabay
Bitcoin vor Ukraine-Flagge © cryptostock on Pixabay

Immer noch fließen regelmäßig hohe Summen an Krypto-Spenden in die Ukraine. Lagen diese vergangene Woche noch bei 100 Millionen Dollar, haben sie laut der Tracking-Webseite Slowmist am Montag (14. März) einen Gegenwert von insgesamt 120 Millionen Dollar überschritten. Doch was kauft die Ukraine mit den eingesammelten Krypto-Assets? Vor allem Ausrüstung für die Armee, gab die Regierung laut The Block bekannt.

Krypto-Spenden an die Ukraine steigen auf 100 Millionen Dollar

Ukraine kauft Ausrüstung und Lunchpakete für Armee

Der stellvertretende ukrainische Minister für digitale Transformation, Alex Bornyakov, teilte am Freitag eine Liste der Vorräte, die seit dem 1. März mit Geldern aus diesen Krypto-Spenden gekauft wurden. Darunter befinden sich 5.550 kugelsichere Westen, 410.000 Lunchpakete und 500 Helme. „Krypto-Vermögenswerte haben sich als äußerst hilfreich bei der Erleichterung der Finanzierungsströme für die ukrainischen Streitkräfte erwiesen“, sagte Bornyakov.

Mindestens 15 Millionen Dollar an Krypto-Spenden habe die Regierung bis letzten Freitag ausgegeben. Einige Waffenlieferanten haben Bornyakov zufolge tatsächlich Zahlungen direkt in Kryptowährungen akzeptiert. Es handelt sich bei den gekauften Waffen jedoch nicht um schwere Ausrüstung wie beispielsweise Raketen, der ganze Krieg lässt sich demnach also nicht mit Bitcoin und Co finanzieren.

EU-Sanktionen gegen Russland und Belarus betreffen auch Krypto

Kryptowährungen wichtig für beide Seiten

Dennoch sind Kryptowährungen für den Ukraine-Konflikt durchaus von Bedeutung. Nachdem die russischen Streitkräfte auf ukrainisches Gebiet vorgedrungen waren, riefen Regierungsbeamte zu Krypto-Spenden auf und veröffentlichten Adressen in den sozialen Medien. Mittlerweile ist es bereits möglich, Spenden in Form von den Währungen BTC, ETH, TRON, SOL, DOGE, MATIC oder AVAX zu senden. Laut dem ukrainischen Ministerium für digitale Transformation hat der „Crypto Fund of Ukraine“ die mit den gesendeten Adressen verbundenen Wallets eingerichtet. Diesen Fonds hat die Kiewer Krypto-Börse Kuna ins Leben gerufen. Er sammelt, hält und tauscht die Kryptowährung in Fiat um.

Auch für den Aggressor Russland haben Krypto-Assets jetzt eine große Bedeutung. Denn sie gelten international als mögliches Werkzeug, um die Sanktionen zu umgehen. Deswegen hat die EU-Kommission kürzlich angegeben, dass die Strafmaßnahmen auch für Kryptowährungen gelten. Diese würden nämlich in die Kategorie „übertragbare Wertpapiere“ fallen. Der US-Kryptobörse Coinbase zufolge ist es aber kaum möglich, die Maßnahmen durch Bitcoin und Co zu umgehen, da das Transaktionen in gewaltiger Höhe erfordern würde, die unerschwinglich und außerdem leicht nachweisbar wären.

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