25 neue Social Enterprises erhalten VSE-Label – 85 zertifizierte Unternehmen in Österreich
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Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus hat gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) 25 weiteren Social Enterprises das Verified Social Enterprise-Label verliehen. Bei der fünften Vergabe im Marmorsaal des BMWET erhielten Unternehmen die Auszeichnung, die von Bildung über soziale Inklusion bis zu Klimaschutz und digitaler Kompetenz arbeiten. Damit steigt die Gesamtzahl der zertifizierten Social Enterprises in Österreich auf 85.
VSE offizielles Label für Social Enterprises
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner überreichte die Labels gemeinsam mit aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister, SENA-Vorständin Lena Gansterer und WKÖ-Vizepräsidentin Carmen Goby. Das neu eingeführte VSE Impact Forum bot erstmals neben der Verleihung auch Raum für intensiven Austausch und konkrete Informationen zur Förderlandschaft.
Das Label gibt es seit dem Jahr 2022. In Österreich gelten derzeit rund 2.500 Unternehmen als Social Enterprises, doch ihre Identifikation bleibt für Kunden, Partner und Investoren oft schwierig. Das VSE soll dieses Label offiziell machen.
„Social Entrepreneurs erhalten mit dem VSE-Label nicht nur eine stärkere öffentliche Wahrnehmung, sondern auch eine klare Anerkennung für ihr soziales und nachhaltiges Wirtschaften“, erklärte Staatssekretärin Zehetner.
25 neu ausgezeichnete Firmen mit vielfältigen Themen
Die Auszeichnung erfordert die Verankerung des „Impact First“-Prinzips in Gesellschaftsverträgen oder Statuten. Der gesellschaftliche oder ökologische Mehrwert muss klar erkennbar sein. Nach erfolgreicher Prüfung erscheinen die Unternehmen im Unternehmensserviceportal und im A-Z Firmenregister. Das Label steht Unternehmen, Genossenschaften und Vereinen gleichermaßen offen, da Social Enterprises verschiedene Rechtsformen annehmen können.
Ein Unterstützer von Social Enterprises mit spezifischen Förderprogrammen ist die aws. „Das Verified Social Enterprise-Label leistet einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit von sozialem Unternehmertum“, betont Sagmeister. Die Förderbank begleitet Unternehmen von ersten Ideen bis zum Markteintritt, etwa durch aws Preseed und aws Seedfinancing-Innovative Solutions. Diese Programme richten sich gezielt an Startups, die gesellschaftliche, soziale und nachhaltige Herausforderungen adressieren.
Die 25 neu ausgezeichneten Unternehmen decken ein breites Spektrum ab. AfB schafft Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen durch IT-Refurbishing, die Hacker School Austria vermittelt digitale Kompetenzen, DaVinciLab fördert Tech-Bildung, und Khoch3 Klimakarten entwickelt neue Ansätze für Klimaschutz.
Weitere Label-Träger wie Helga Health, Impact Hub Vienna, MatheArena oder POGEBIX adressieren Gesundheit, Co-Working, Bildung und Finanzwissen. „Wir befinden uns inmitten eines tiefgreifenden gesellschaftlichen & systemischen Wandels. Social Entrepreneurs bieten täglich eine Lösung, unser Leben und unsere Zukunft positiv zu gestalten“, sagt Gansterer von SENA.
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Wirtschaftskammer empfiehlt Unternehmen Zertifizierung
„Immer mehr Gründer:innen wollen heute nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein, sondern mit ihrem Unternehmen konkrete gesellschaftliche Herausforderungen lösen“, erklärt WKÖ-Vizepräsidentin Goby.
Social Enterprises verbinden unternehmerisches Denken mit sozialer Verantwortung und treiben Innovation sowie nachhaltige Entwicklung voran. Die Wirtschaftskammer sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Sie lädt weitere Social Enterprises ein, sich zertifizieren zu lassen.
Unternehmen können ihre Anträge für das VSE-Label über die aws-Plattform einreichen. Die vollständigen Kriterien und weiterführende Informationen sind hier verfügbar. Mit der Aufnahme von Social Entrepreneurship ins Regierungsprogramm unterstreicht die Bundesregierung die strategische Bedeutung des Sektors.

