afreshed: Österreichisches Startup übernimmt deutschen Wettbewerber etepetete
Das österreichische Lebensmittelrettungs-Startup afreshed hat die Übernahme seines deutschen Wettbewerbers etepetete bekannt gegeben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dieser Transaktion läutet afreshed die Expansion in den deutschen Markt ein, dafür hat der Bio-Lieferdienst kürzlich eine Finanzierungsrunde im mittleren siebenstelligen Bereich abgeschlossen (wir berichteten).
Marke etepetete bleibt erhalten
Mit etepetete hat afreshed einen etablierten Wettbewerber übernommen, der Kunden in jedem Bundesland hat, insbesondere in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin.
Bernhard Bocksrucker, Mitgründer von afreshed, kommentiert die Übernahme: „Die Marke etepetete bleibt erhalten. Die Übernahme gibt uns nicht nur sofortige Marktpräsenz, sondern auch lokales Know-how und einen bestehenden Kundenstamm, auf dem wir aufbauen können. Diese Transaktion soll lediglich die erste ihrer Art sein, auf die weitere in Richtung Internationalisierung folgen sollen.“
afreshed übernimmt sein langjähriges Vorbild
Lukas Forsthuber, Mitgründer von afreshed, fügt hinzu: „etepetete war für uns immer ein Vorbild und hat den Markt maßgeblich geprägt. Dass wir dieses Unternehmen jetzt übernehmen, ist für uns ein besonderer Schritt und gleichzeitig große Motivation für die kommenden Jahre.“
Christopher Hallhuber und Georg Lindermair haben etepetete seit der Gründung im Jahr 2014 zum Marktführer für Online-Biokisten in Deutschland aufgebaut. Während der Pandemie wuchs das Unternehmen nochmals deutlich und war in den Jahren 2020 und 2021 profitabel. Zu Spitzenzeiten beschäftigte etepetete rund 130 Mitarbeiter:innen. Im Zuge schwieriger Marktbedingungen in 2022 verzeichnete etepetete erstmals einen Umsatzrückgang. In der Folge führten die Gründer das Unternehmen zurück auf einen stabilen und profitablen Kurs. Seit Q4 2024 ist etepetete wieder profitabel.
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Fokus auf Ausbau der Logistik-Infrastruktur
Im Zuge der Übernahme geben die Münchner Gründer die operative Verantwortung nun nach Wien ab. „Wir freuen uns sehr über den Zusammenschluss beider Marken. Die drei afreshed-Gründer haben in kurzer Zeit gezeigt, wie man auch unter schwierigen Marktbedingungen ein starkes, serviceorientiertes Unternehmen aufbaut. Wir sind überzeugt, dass sich die geplanten Veränderungen sehr positiv auf die zukünftige Entwicklung von etepetete auswirken werden“, so die beiden Gründer von etepetete.
Der Lieferdienst von afreshed operiert flächendeckend in Österreich und hat den Break-even erreicht. Täglich stellt das Startup tausende Lieferungen in Deutschland und Österreich an Endkunden zu. Die Gründer haben das Modell stetig verbessert, ihr Produkt stark digitalisiert und in die eigene Logistik-Infrastruktur investiert, die das Herzstück bildet. afreshed unterhält in Österreich eine eigene Lieferdienst-Flotte mit knapp 20 Fahrzeugen.
„Während das Obst- und Gemüsegeschäft ein stabiler und starker Nischenmarkt ist, hat die Digitalisierung um unser Marktsegment der Landwirtschaft allerdings einen Bogen gemacht. Das frische Kapital fließt in den Ausbau der Logistik-Infrastruktur und die punktuelle Produkterweiterung“, kommentiert Co-Founder Maximilian Welzenbach die zukünftigen Pläne.
