Smart Home

Apple HomeView: Smart-Home-Display kommt nicht in die EU

Three Apple HomeView smart displays showing a recipe, music playback and smart home controls
Apple’s new HomeView smart display. © Apple

Trending Topics auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen.

Apple baut das Smart Home aus, Europa muss vorerst warten: Der Konzern hat mit HomeView sein erstes Smart-Home-Display und mit der „Apple Home Collection“ eine ganze Reihe neuer Geräte für das vernetzte Zuhause vorgestellt. In der EU wird HomeView allerdings nicht verkauft. „Apple HomeView wird in der Europäischen Union nicht zum Verkauf angeboten, da Siri AI unter iOS in der EU derzeit nicht verfügbar ist“, heißt es in der Ankündigung. Man arbeite „konstruktiv mit der EU zusammen, um eine Lösung zu finden“.

Was HomeView kann

HomeView ist ein 7-Zoll-Display, das Apple als Steuerzentrale für das Zuhause positioniert. Es gibt eine Version für den Tisch und eine für die Wand. Laut Berichten von Mac4Ever und anderen Fachmedien steckt ein A18-Chip im Gerät, das per Gesichtserkennung bis zu sechs Haushaltsmitglieder erkennt und jedem einen eigenen Startbildschirm zeigt. Bedient wird HomeView per Siri AI oder über die Home-App. Es steuert Licht, Thermostate, Schlösser und Kameras und kann bis zu neun Kamerabilder gleichzeitig anzeigen. Dazu kommen FaceTime, Nachrichten, Kalender und Erinnerungen.

HomeView kostet in den USA 299 Dollar (rund 266 Euro). Vorbestellungen laufen in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien, ausgeliefert wird ab Mitte November.

Die neue Apple Home Collection

Gemeinsam mit LG Electronics und Schneider Electric bringt Apple außerdem eine Reihe von Zubehör auf den Markt, das sich direkt am iPhone einrichten und über die Home-App steuern lässt:

  • Kameras: eine Video-Türklingel (ab 249,95 Dollar, rund 222 Euro), eine Flutlichtkamera, eine Außen- und eine Innenkamera von LG, mit Videos in bis zu 2,5K und Erkennung von Personen, bekannten Gesichtern, Haustieren, Fahrzeugen und Paketen.
  • Smartes Türschloss: Das LG Smart Deadbolt Lock (ab 349,95 Dollar, rund 311 Euro) entriegelt automatisch, wenn sich jemand mit iPhone oder Apple Watch nähert, und funktioniert auch ohne Internet.
  • Thermostate und Sensoren: Smarte Thermostate von LG und Schneider Electric (je ab 199,95 Dollar, rund 178 Euro) passen die Temperatur automatisch an, je nachdem, ob jemand zu Hause ist.

Die Kamera-Aufnahmen sind laut Apple Ende-zu-Ende-verschlüsselt und weder für LG, Schneider Electric noch Apple einsehbar. Ein eigenes Kamera-Abo ist nicht nötig, der Ereignisverlauf wird zehn Tage lang in iCloud+ gespeichert. Die Geräte unterstützen Thread, Schloss, Thermostate und Sensoren zusätzlich den Smart-Home-Standard Matter. „Bei der Auswahl von Smart-Home-Zubehör, auf das man sich verlassen kann, ist es jetzt ganz einfach“, sagt Matthew Costello, Vice President of Hardware Engineering bei Apple.

Auch das Zubehör kommt vorerst nicht nach Österreich oder in andere EU-Länder: Die Kameras startet Apple ab Dezember in Großbritannien, Kanada und den USA, Schloss und Thermostate nur in Kanada und den USA. Einzelne Geräte folgen erst Anfang 2027.

Streit um Siri AI

Hintergrund des EU-Verzichts ist ein Konflikt um den Digital Markets Act (DMA). Die neue Siri AI läuft in der EU nicht auf iPhone und iPad, sondern nur am Mac und auf der Vision Pro. Apple macht dafür den DMA verantwortlich: Der Konzern müsste sonst jedem virtuellen Assistenten direkten Zugriff auf die privaten Daten der Nutzer:innen geben und die Möglichkeit, andere installierte Apps zu steuern.

Die EU-Kommission sieht das anders. „Die Entscheidung, Siri AI in der EU nicht einzuführen, ist die von Apple und nur von Apple“, sagte Kommissionssprecher Thomas Regnier. Apple habe statt einer Lösung eine Ausnahme von den Interoperabilitätspflichten für mindestens 18 Monate verlangt. Nichts im DMA hindere Apple daran, neue Produkte in der EU einzuführen.

Konkurrenz bei Smart Displays

Mit HomeView steigt Apple in einen Markt ein, in dem Amazon und Google seit Jahren präsent sind. Amazon bietet mit der Echo-Show-Reihe Smart Displays mit Alexa an, Google mit dem Nest Hub. Apple setzt dagegen stärker auf Datenschutz und verschlüsselte Kameradaten, braucht für den vollen Funktionsumfang aber Siri AI.

Rank My Startup: Erobere die Liga der Top Founder!
Werbung
Werbung

Specials unserer Partner

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Wasner + Steinschaden | Der KI Podcast

News, Modelle, Strategien
#glaubandich CHALLENGE: SVAN triumphiert in Klagenfurt

#glaubandich CHALLENGE 2027

Österreichs größter Startup-Wettbewerb - Top-Investoren mit an Bord
© Wiener Börse

IPO Spotlight

powered by Wiener Börse

RankMyStartup.com

Steig' in die Liga der Top Founder auf!

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 13

Alle Startups | Alle Deals | Alle Hintergründe

Future{hacks}

Zwischen Hype und Realität

Trending Topics Tech Talk

Der Podcast mit smarten Köpfen für smarte Köpfe

Weiterlesen

Newsletter

Founders Dispatch

Zwei Mal pro Woche kostenlos in die Inbox: die wichtigsten Startups, Deals und Tech-Entwicklungen aus Europa, handgeschrieben von der Redaktion.

Jederzeit abbestellbar. Mehr über den Newsletter