X Subscription: Musk packt Grok, Cursor und X in ein Abo
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Mehr Klarheit im Marken-Wirrwarr: Elon Musks KI-Firma SpaceXSI bündelt ihre Angebote unter dem Namen „The X Subscription“. Statt Grok, den Coding-Editor Cursor und X Premium einzeln zu bezahlen, gibt es künftig ein gemeinsames Abo, das alle Dienste abdeckt, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag ankündigt. Dazu gehört auch der KI-Agent Grok Bot, der als „KI-Teammitglied“ selbstständig Aufgaben erledigt.
Fünf Stufen von gratis bis 200 Dollar
Das neue Abo gibt es in fünf Varianten:
- Free: kostenlos, mit begrenztem täglichem Zugang zu Grok und einem kleinen Kontingent für Cursor
- Plus: 8 Dollar (rund 7,10 Euro) pro Monat
- Premium: 30 Dollar (rund 26,70 Euro) pro Monat, mit dem Vierfachen der Nutzung von Plus
- Super: 100 Dollar (rund 89 Euro) pro Monat, mit dem 15-Fachen der Nutzung von Plus
- Ultra: 200 Dollar (rund 178 Euro) pro Monat, mit dem 50-Fachen der Nutzung von Plus
Die Premium-Stufe umfasst laut SpaceXSI die Leistungen von SuperGrok, Cursor Pro und X Premium+, die bisher zusammen 90 Dollar (rund 80 Euro) im Monat gekostet hätten. Wer schon eines der alten Abos hat, kann über die Kontoeinstellungen wechseln und bekommt den Restbetrag anteilig erstattet. Das Abo wird weltweit ausgerollt.
Grok und Cursor teilen sich dabei ein gemeinsames Nutzungskontingent, das sich jede Woche erneuert. Es gilt allerdings nur für die hauseigenen Grok-Modelle. Fremde KI-Modelle stecken in keinem der Pakete: Wer in Cursor Modelle anderer Anbieter nutzen will, braucht mindestens Premium und zahlt diese extra, über Aufladungen zu API-Listenpreisen. Wer bisher ein Cursor-Abo hatte, behält das darin enthaltene Kontingent für fremde Modelle nur, solange er nicht auf das neue Abo umsteigt. Im Gegenzug verspricht SpaceXSI mindestens doppelt so viel Coding-Nutzung mit den eigenen Modellen wie in den vergleichbaren Cursor-Tarifen. Für Teams gibt es dieselben Preise pro Sitzplatz, dazu Single Sign-on, Admin-Funktionen und eine gemeinsame Abrechnung. Unternehmen sollen Grok und Cursor über ein einziges Dashboard steuern.
Vom Raumfahrtkonzern zum KI-Konglomerat
Das Abo-Bündel ist der vorläufige Höhepunkt eines rasanten Umbaus. Musk hat seine KI-Firma xAI, zu der auch die Plattform X gehört, in SpaceX eingegliedert. Aus xAI wurde im Sommer SpaceXAI, inzwischen soll die Firma SpaceXSI heißen, als Verbeugung vor US-Präsident Donald Trump, der KI künftig „Superintelligenz“ nennen will. Dazu kam die Übernahme von Anysphere, dem Entwickler des populären KI-Coding-Editors Cursor. Im August startete mit Grok Bot das erste gemeinsame Produkt von SpaceXAI und Cursor.
Parallel baut SpaceX das Geschäft mit Endkund:innen auch abseits von KI aus: Mit Starlink Mobile will der Konzern den US-Mobilfunkern Konkurrenz machen. Teil des neuen Abos ist Starlink allerdings nicht.
Abhängig von fremden Modellen
Ganz ohne Haken ist das Bündel nicht. Der Cursor-Deal hat SpaceX auch Ärger eingebracht: OpenAI dreht Cursor den Zugang zu seinen KI-Modellen ab, die Frist läuft im November aus. Und auch bei Grok Bot setzt Musk inzwischen nicht mehr nur auf die eigenen Grok-Modelle, sondern bindet Modelle anderer Anbieter ein, darunter Claude Opus 5.5 von Anthropic. Wie viel die Abonnent:innen tatsächlich bekommen, hängt zudem vom wöchentlichen Nutzungskontingent ab, das SpaceXSI nicht in absoluten Zahlen beziffert.
Die Konkurrenz baut Super-Apps
Mit der Bündelung folgt SpaceXSI einem Trend in der Branche. OpenAI hat ChatGPT um den Coding-Agenten Codex erweitert und arbeitet an einer „Super-App“, die stark auf Geschäftskund:innen zielt. Anthropic bietet mit Claude Cowork KI-Agenten für allgemeine Büroarbeit an, Microsoft integriert Copilot tief in Microsoft 365. Anders als die Konkurrenz hat Musk mit X eine eigene Social-Media-Plattform im Paket: KI-Chatbot, Coding-Werkzeug und soziales Netzwerk gibt es bei SpaceXSI nun mit einem einzigen Abo.

