Haldjahreszahlen

GLM-Macher Z.ai: 142 Millionen Dollar Umsatz vs 71 Milliarden Dollar Börsenwert

Zhipu AI CEO Zhang Peng. © Zhipu AI
Zhipu AI CEO Zhang Peng. © Zhipu AI

Trending Topics auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen.

Der chinesische KI-Entwickler Z.ai, besser bekannt unter dem Namen Zhipu und als Macher der GLM-Modellfamilie, hat soeben seine ersten Halbjahreszahlen als börsennotiertes Unternehmen vorgelegt. Es ist der erste Zwischenbericht, seit die Firma aus Peking Anfang des Jahres als erstes reines Foundation-Model-Unternehmen in Hongkong an die Börse gegangen ist.

Die GLM-Modelle haben stets dafür gesorgt, dass die KI-Industrie kurz aufzuckte. Vor allem hinsichtlich agentischer Fähigkeiten hat es Z.ai immer wieder geschafft, im Open-Weight-Bereich neue Maßstäbe zu setzen, zuletzt etwa mit GLM-5.3.

Umsatz vervielfacht, Erwartungen verfehlt

In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Umsatz um rund 400 Prozent auf 953,89 Millionen Yuan, umgerechnet etwa 141,8 Millionen Dollar. Der Nettoverlust verringerte sich auf 2,07 Milliarden Yuan (rund 308 Millionen Dollar) nach 2,36 Milliarden Yuan im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen schreibt damit weiterhin rote Zahlen: Der Verlust liegt beim rund 2,2-Fachen des Umsatzes.

Trotz des Wachstums blieb Z.ai hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Analyst:innen hatten laut Bloomberg im Schnitt mit 1,35 Milliarden Yuan Umsatz gerechnet, die tatsächliche Zahl liegt etwa 29 Prozent darunter. Als Grund gilt der Preiskampf im chinesischen KI-Markt, in dem Z.ai unter anderem gegen DeepSeek und Moonshot AI antritt.

Die Rechnung: Börsenwert gegen Umsatz

An der Hongkonger Börse kommt Z.ai derzeit auf 556,42 Milliarden Hongkong-Dollar, wegen der Kopplung an den US-Dollar sind das rund 71,4 Milliarden Dollar. Gemessen am Halbjahresumsatz von 141,8 Millionen Dollar ergibt das ein Verhältnis von rund 503 zu 1, hochgerechnet auf ein volles Jahr ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 252. Selbst stark bewertete Tech- und KI-Werte liegen üblicherweise im niedrigen zweistelligen Bereich. Für ein KUV von 20 müsste Z.ai bei gleichem Börsenwert rund 3,6 Milliarden Dollar im Jahr umsetzen, also etwa das Zwölfeinhalbfache des aktuellen Tempos.

Der Kursverlauf spiegelt diese Unsicherheit wider. Die Aktie liegt derzeit etwa 60 Prozent unter ihrem Sommerhoch, notiert aber immer noch rund zehnmal so hoch wie beim Ausgabepreis. Der Börsengang selbst hatte 558 Millionen Dollar eingebracht. Vergangenen Monat holte sich das Unternehmen über eine Kapitalerhöhung weitere vier Milliarden Dollar, ein Signal, dass die Ausgaben im Wettbewerb mit Konkurrenz aus China und den USA hoch bleiben werden.

Ox Alpha kam von Z.ai

Auf der Produktseite hat Z.ai kürzlich bestätigt, hinter dem Modell Ox Alpha zu stehen, das bei Entwickler:innen zunächst anonym für Aufsehen gesorgt hatte. Offiziell heißt es GLM-5.3-Flash und kostet 0,15 Dollar pro einer Million Input-Token, was es für kostensensible Anwendungsfälle attraktiv macht.

Davor hatte das Unternehmen, das enge Verbindungen zur Tsinghua-Universität in Peking unterhält, GLM-5.2 veröffentlicht und damit mehrere führende US-Systeme in Benchmarks übertroffen. Dieser Vorsprung hielt nur kurz: Der Landsmann Moonshot AI zog mit Kimi K3 in den wichtigsten Benchmarks vorbei, was die Z.ai-Aktie belastete.

Rank My Startup: Erobere die Liga der Top Founder!
Werbung
Werbung

Specials unserer Partner

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Wasner + Steinschaden | Der KI Podcast

News, Modelle, Strategien
#glaubandich CHALLENGE: SVAN triumphiert in Klagenfurt

#glaubandich CHALLENGE 2027

Österreichs größter Startup-Wettbewerb - Top-Investoren mit an Bord
© Wiener Börse

IPO Spotlight

powered by Wiener Börse

RankMyStartup.com

Steig' in die Liga der Top Founder auf!

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 13

Alle Startups | Alle Deals | Alle Hintergründe

Future{hacks}

Zwischen Hype und Realität

Trending Topics Tech Talk

Der Podcast mit smarten Köpfen für smarte Köpfe

Weiterlesen

Newsletter

Founders Dispatch

Zwei Mal pro Woche kostenlos in die Inbox: die wichtigsten Startups, Deals und Tech-Entwicklungen aus Europa, handgeschrieben von der Redaktion.

Jederzeit abbestellbar. Mehr über den Newsletter