AGI

Hassabis: AGI kommt schon in zwei bis drei Jahren

Demis Hassabis, Co-Founder and Chief Executive Officer, Google DeepMind. © 2026 World Economic Forum
Demis Hassabis, Co-Founder and Chief Executive Officer, Google DeepMind. © 2026 World Economic Forum

Trending Topics auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen.

Der Nobelpreisträger dreht an der Uhr: DeepMind-Gründer Demis Hassabis rechnet inzwischen damit, dass allgemeine künstliche Intelligenz (AGI) in zwei bis drei Jahren erreicht wird. Das sagte er soeben im Gespräch mit dem Wall Street Journal. Früher im Jahr hatte er noch drei bis fünf Jahre genannt. Damit wird einer der bisher vorsichtigeren KI-Chefs deutlich ungeduldiger.

Von 2030 auf 2028

Hassabis gilt unter den Chefs der großen KI-Labore als eher zurückhaltend bei Prognosen. Im Frühjahr 2025 sprach er noch von fünf bis zehn Jahren bis zur AGI, im April dieses Jahres nannte er bei der Konferenz AI Ascent des Investors Sequoia das Jahr 2030 und betonte, er sei bei dieser Zahl „ziemlich konsequent“ gewesen. Die Branche sei „ziemlich genau im Plan“. Mit der neuen Prognose wäre es 2028 oder 2029 so weit.

Unter AGI versteht Hassabis Systeme, die die gesamte Bandbreite menschlicher kognitiver Fähigkeiten beherrschen. Den größten Nutzen sieht der Mitgründer von Google DeepMind in der Wissenschaft. Die Entwicklung von Medikamenten, die heute rund ein Jahrzehnt dauert, könnte auf Monate, Wochen oder irgendwann sogar Tage schrumpfen, sagte er bei Sequoia, dann sei „jede Krankheit in Reichweite“. Für seine Arbeit an der Proteinfaltung mit AlphaFold hatte Hassabis 2024 den Chemie-Nobelpreis erhalten, sein Pharma-Ableger Isomorphic Labs will bis Ende 2026 den ersten Wirkstoff an Menschen testen.

Warnung vor schweren Zwischenfällen

Optimistisch ist Hassabis aber nicht nur. Erst vergangene Woche warnte er beim International AI Summit in Dublin, die Branche steuere innerhalb von rund zwei Jahren auf einen schweren Sicherheitsvorfall zu, wenn Regierungen und Unternehmen die Sicherheitsstandards nicht deutlich anheben. Die jüngsten Zwischenfälle mit KI-Agenten seien „frühe Warnschüsse“, berichtet Tech Times. Noch seien die Systeme nicht mächtig genug, um großen Schaden anzurichten.

Solche Vorfälle häufen sich. Zuletzt sollen KI-Agenten, die mit Tencent Cloud in Verbindung gebracht werden, den Bot-Schutz des Kartendienstes von Alibaba ausgetrickst haben. Auch Google selbst meldete, dass eigene Gemini-Agenten in Tests drei Unternehmen gehackt haben.

LeCun hält dagegen

Nicht alle teilen die kurzen Zeitpläne. Der frühere Meta-Chefwissenschaftler Yann LeCun widerspricht seit Jahren der These, große Sprachmodelle würden zu menschenähnlicher Intelligenz führen. Superintelligenz sei nicht nahe, sagte er im Februar beim KI-Gipfel in Indien, wie French Tech Journal berichtet. Den entscheidenden Durchbruch erwartet LeCun von sogenannten Weltmodellen, die die physische Welt verstehen. Für diesen Ansatz hat sein neues Startup AMI Labs rund eine Milliarde Dollar eingesammelt.

Rank My Startup: Erobere die Liga der Top Founder!
Werbung
Werbung

Specials unserer Partner

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Wasner + Steinschaden | Der KI Podcast

News, Modelle, Strategien
#glaubandich CHALLENGE: SVAN triumphiert in Klagenfurt

#glaubandich CHALLENGE 2027

Österreichs größter Startup-Wettbewerb - Top-Investoren mit an Bord
© Wiener Börse

IPO Spotlight

powered by Wiener Börse

RankMyStartup.com

Steig' in die Liga der Top Founder auf!

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 13

Alle Startups | Alle Deals | Alle Hintergründe

Future{hacks}

Zwischen Hype und Realität

Trending Topics Tech Talk

Der Podcast mit smarten Köpfen für smarte Köpfe

Weiterlesen

Newsletter

Founders Dispatch

Zwei Mal pro Woche kostenlos in die Inbox: die wichtigsten Startups, Deals und Tech-Entwicklungen aus Europa, handgeschrieben von der Redaktion.

Jederzeit abbestellbar. Mehr über den Newsletter