George wird zum Mobilfunker: Erste Bank verkauft eSIM-Datentarife in der App
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Die Bank-App als Reisebüro fürs mobile Internet: Kund:innen der Erste Bank können ab sofort in der George-App mobile Datentarife für mehr als 200 Länder und Regionen kaufen und als eSIM aktivieren. Die Sparkassen sollen in wenigen Wochen folgen. Damit zieht George mit Neobanken wie Revolut und N26 gleich, die schon länger Daten- und sogar Handytarife an ihre Nutzer:innen verkaufen.
So funktioniert die eSIM in George
Die neue Funktion steckt im Discover-Bereich der App. Nutzer:innen wählen je nach Reise zwischen Tarifen für einzelne Länder, für Regionen oder weltweit und können die Verbindung schon vor der Abreise einrichten. Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, die direkt im Smartphone steckt und per Download aktiviert wird. Weil sie parallel zur physischen SIM-Karte läuft, bleibt die gewohnte Nummer für Anrufe und SMS erreichbar, während die Daten über das lokale Netz im Reiseland laufen.
In der App sehen Kund:innen den aktiven Tarif, das verbleibende Datenvolumen und die Laufzeit, Benachrichtigungen melden den aktuellen Verbrauch. Familien können mehrere Datenpakete über ein Konto kaufen und verwalten. Gedacht ist das Angebot vor allem für Reisen außerhalb der EU, wo Roaming schnell teuer wird.
Bezahlt wird mit Apple Pay und Google Pay
Bezahlt wird vorerst mit Apple Pay oder Google Pay, die direkte Abbuchung vom Konto soll später dazukommen. Die Erste Bank verlangt für die Funktion selbst keine zusätzlichen Gebühren. Die Preise der Datenpakete legt der Telekommunikationsanbieter fest, sie werden vor dem Kauf in der App angezeigt. Welcher Anbieter hinter den Tarifen steht, nennt die Bank in ihrer Aussendung nicht.
„Mit der Integration von eSIM-Datentarifen machen wir George zu einem noch stärkeren digitalen Begleiter im Alltag und auf Reisen“, sagt Max Clary und Aldringen, Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich. Die eSIM ergänzt den Travel Hub in George, der bereits einen Währungsrechner, Infos zum Reiseland und Tipps zum Bezahlen im Ausland bietet. Außerdem lassen sich dort Bargeldbehebungen im Ausland per Geo-Control sperren oder freigeben und die Karten-PIN abrufen.
Revolut und N26 waren schneller
Ganz neu ist die Idee nicht. Die Neobank N26 bietet bereits seit dem Vorjahr eine eSIM für internationale Reisen in 24 europäischen Ländern an, darunter Österreich, und verkauft in Deutschland seit 2025 eigene Mobilfunkverträge im Vodafone-Netz. Revolut hat Reise-eSIMs ebenfalls schon länger im Angebot und geht jetzt noch weiter: Erst vergangene Woche startete die Neobank in Deutschland mit Revolut Mobile einen vollwertigen Handytarif mit 120 GB, unbegrenzten Telefonaten und SMS um 14,99 Euro im Monat, abgeschlossen direkt in der App.
Daneben kämpfen spezialisierte eSIM-Anbieter wie Airalo oder Holafly um Reisende, die sich teures Roaming sparen wollen. Einen eigenen Handytarif wie Revolut oder N26 bietet George allerdings bisher nicht an.

