Kupando: Deutsches MedTech sammelt 10 Millionen Euro ein
Das deutsche MedTech-Startup Kupando hat 10 Millionen Euro in einer erweiterten Series A-Erweiterung eingesammelt. Damit steigt die Gesamtsumme der Runde auf 23 Millionen Euro, berichtet EU-Startups. Das Jungunternehmen entwickelt Therapien, um dringende medizinische Bedürfnisse in den Bereichen Krebserkrankungen und Infektionskrankheiten zu decken.
Kupando setzt auf natürliche Resilienz
Die Finanzierung hat erneut Remiges Ventures angeführt, gemeinsam mit LifeCare Partners. Mit dabei waren auch Brandenburg Kapital, der High-Tech Gründerfonds und Ventura Biomed Investors. Als neuer Investor stieg Carma Fund ein.
„Diese zusätzliche Finanzierung ist ein Beweis für das Potenzial unserer innovativen dualen TLR-Agonisten-Plattform und wird entscheidend sein, um KUP101 in klinische Studien für solide Tumore zu bringen und unsere wichtige Arbeit im Bereich Infektionskrankheiten zu beschleunigen“, sagt Kupando-Gründerin und CEO Johanna Holldack. Der Ansatz des Startups nutzt die natürliche Resilienz, die man bei Tieren beobachten kann, die ausschließlich auf angeborene Immunität angewiesen sind. Holldack gründete auf Basis dieser Idee 2018 die Jungfirma.
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„Einzigartiger Ansatz“ bei Onkologie und Infektionskrankheiten
Kupandos Fokus auf angeborene Immunität soll das Jungunternehmen von den üblichen Zelltherapie-, Antikörper- und T-Zell-Modulationsstrategien unterscheiden. Die Technologie basiert auf der Stimulation des angeborenen Immunsystems und der Induktion trainierter Immunität durch sogenannte duale Toll-Like-Rezeptor-Agonisten. Toll-like-Rezeptoren sind Proteine, die eine wichtige Rolle im angeborenen Abwehrsystem spielen.
Der Lead-Kandidat von Kupando nennt sich „KUP101“. Dieses Molekül soll sich für die systemische Behandlung solider Tumore unabhängig vom Gewebetyp eignen. Außerdem soll KUP101 auch zur Prävention und Therapie von Infektionskrankheiten dienen.
„Kupandos einzigartiger Ansatz, die angeborene Immunität zu nutzen, birgt enormes Potenzial in der Onkologie und bei Infektionskrankheiten“, erklärt Martin Raditsch, Managing Partner von Carma Fund. „Diese erfolgreiche Finanzierungsrunde unterstreicht im aktuell herausfordernden Finanzklima das Vertrauen, das wir als Investoren in Kupandos Wissenschaft, Team und Potenzial haben.“

