MioKio: Vorarlberger Startup beendet die Frage „Was essen wir heute?“
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Die Frage aller Fragen in Familien wird jetzt am Spielbrett geklärt. Das Vorarlberger Startup MioKio hat einen Essensplaner entwickelt, mit dem Familien einmal pro Woche gemeinsam festlegen, was auf den Tisch kommt. Das Brett mit bunten Lebensmittelkarten ist mit einer kostenlosen App verbunden, die daraus automatisch die Einkaufsliste erstellt. Seit September ist der Planer exklusiv in 15 Filialen der Supermarktkette Sutterlüty erhältlich, wie das Startup in seinem Pressebereich mitteilt.
So funktioniert MioKio
Das Prinzip verbindet ein klassisches Brettspiel mit einer Smartphone-App. Am Küchentisch legt die Familie ihre Woche mit Karten auf einen Wochenplaner, und zwar für Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Snacks. Die Karten sind farblich codiert: Grün steht für Gemüse, Gelb für Kohlenhydrate und Rot für Eiweiß. Wer alle drei Farben kombiniert, bekommt automatisch eine ausgewogene Mahlzeit.
Die Kinder wählen dabei selbst mit, die Eltern geben Rahmen und gesunde Optionen vor. „Kinder, die mitplanen dürfen, essen auch mit“, sagt Mitgründerin Fernanda Mardones. Danach kommt die App ins Spiel:
- Einkaufsliste: Aus dem Wochenplan entsteht automatisch die Einkaufsliste, die alle Familienmitglieder in Echtzeit sehen und beim Einkauf abhaken können.
- Brett-Scan: Ein Foto des gelegten Planers genügt, damit die App die Karten erkennt und den Plan übernimmt.
- Familienzugang: Eltern, Kinder und Großeltern verbinden sich über einen sechsstelligen Code mit demselben Wochenplan.
- Spielerische Elemente: Die beiden Figuren Mio und Kio begleiten die Kinder mit Challenges und Punkten, Mio steht für Gemüse, Kio erinnert ans Wassertrinken.
Die App funktioniert auch ohne Brett, dann wird direkt am Handy geplant. Die Ernährungsinhalte hat die unabhängige Initiative SIPCAN geprüft, die sich der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen widmet. Zielgruppe sind Familien mit Kindern zwischen etwa 4 und 14 Jahren.
Das kostet der Essensplaner
Der Essensplaner kostet laut Factsheet des Startups 29,90 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Im Set enthalten sind ein Wochenplaner, 120 Karten für Lebensmittel, Mahlzeiten und Challenges, 60 beschreibbare Karten für eigene Gerichte sowie eine Anleitung. Produziert wird in Deutschland auf FSC-zertifiziertem Papier, verpackt ist das Set plastikfrei.
Die App für iOS und Android ist kostenlos. Laut MioKio sollen die Grundfunktionen auch dauerhaft gratis bleiben, später sind optionale Premium-Funktionen geplant. Was diese kosten werden, ist noch nicht bekannt.
Spin-off der Fachhochschule Vorarlberg
Hinter MioKio stehen Prof. Thomas Metzler, der auch Geschäftsführer ist, Fernanda Mardones, Sebastian Metzler und Softwareentwickler Oliver Kuchendorf. Das Startup ist ein Spin-off der FHV Vorarlberg University of Applied Sciences und wurde vom Inkubator Startup Vorarlberg begleitet. Unterstützt wird der Marktstart von regionalen Partnern wie den Vorarlberger Raiffeisenbanken, illwerke vkw, Getzner und den Original Kinderhotels. Nach dem Pilotmarkt Vorarlberg will MioKio in den gesamten DACH-Raum expandieren, ein eigener Onlineshop ist in Vorbereitung.
Mit der Idee betritt MioKio allerdings einen umkämpften Markt. Rezeptplattformen wie Chefkoch, KptnCook oder Cookidoo von Thermomix bieten längst digitale Wochenplaner mit automatischer Einkaufsliste an. Auch das Grazer Startup Dæly will mit einem Familien-Kalender auf dem Tablet den Familienalltag ordnen. Das physische Brett, das Kinder aktiv einbindet, ist bei MioKio der Unterschied.

