Procuros: Berliner Logistik-Startup erhält 20 Mio. Euro
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Das Berliner Logistik-Startup Procuros, das es sich zum Ziel gemacht hat, Lieferketten autonom zu machen, hat in einer Series A-Finanzierungsrunde 20 Millionen Euro eingesammelt. Die Jungfirma hat eine AI-Plattform für die Vernetzung von B2B-Handelslieferketten entwickelt. Mit den neuen Geldmitteln will das Startup in Europa und den USA expandieren.
Procuro bringt B2B-Handel ins 21. Jahrhundert
An der Finanzierungsrunde haben sich die neuen Investoren XAnge und W23 Global beteiligt. Erneut mit dabei sind die Bestandsinvestoren Point Nine, Creandum, b2venture und SquareOne Venture Capital.
Im Jahr 2021 haben die Gründer Patrick Thelen und Benjamin Bradford Procuro gestartet. Ihre Vision war es, die Vernetzung zwischen Unternehmen ins 21. Jahrhundert zu bringen. „Wir verfügen praktisch schon über allgemeine künstliche Intelligenz (AGI), wir schicken Raketen ins All, wir haben selbstfahrende Autos. Aber Lieferketten basieren immer noch auf Technologie aus einer anderen Ära“, schreibt CEO Patrick Thelen auf LinkedIn.
Plattform prüft Informationen für Datenverkehr
Der B2B-Handel ist komplex: Zwischen den Herstellern, Lieferanten und Händlern gibt es einen regen Verkehr an Informationen und Dokumenten. Dabei gibt es häufig keine vernetzte Infrastruktur, zwischen E-Mails, PDFs und veralteten EDI-Systemen entsteht viel Aufwand. Diesen Aufwand soll die Procuros-Plattform deutlich reduzieren.
Unternehmen können ihre Systeme mit Procuros verbinden und können dann Daten mit ihren Handelspartnern austauschen. Die Plattform prüft und korrigiert die Informationen bei Bedarf und kann sie, unabhängig von Dateiformaten, autonom transferieren.
„Lieferketten brauchen neue Grundlage“
„Wir bei Procuros sind davon überzeugt, dass Lieferketten eine völlig neue Grundlage benötigen. Damit KI-Agenten die Routineaufgaben übernehmen können und Menschen sich auf das Wesentliche konzentrieren können“, so der CEO und Mitgründer.
Laut Procuros nutzen bereits mehr als 300 Unternehmen die Plattform, darunter Breuninger, Chefs Culinar, KoRo, flaconi, The Quality Group und Hitschler. Über die Plattform werde mittlerweile ein jährliches Bestellvolumen von mehr als drei Milliarden Euro abgewickelt.
