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Manus holt nach geplatztem Meta-Deal 500 Millionen

Manus Agents. © Manus / Screenshot / Canva
Manus Agents. © Manus / Screenshot / Canva

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Peking hat Meta den Kauf verboten, jetzt zahlen chinesische Investor:innen: Butterfly Effect, das Unternehmen hinter dem KI-Agenten Manus, hat soeben mehr als 500 Millionen Dollar (rund 445 Millionen Euro) eingesammelt. Das gab das Startup in einem WeChat-Posting bekannt, wie TechCrunch berichtet. Angeführt wird die Runde von Boyu Capital und IDG Capital, auch die bestehenden Investoren Tencent, HSG (früher Sequoia China) und ZhenFund sind dabei.

Doppelt so viel wert wie beim Meta-Deal

Eine Bewertung nennt Manus nicht. Bloomberg hatte im September berichtet, Manus verhandle über 500 Millionen Dollar bei einer Bewertung von rund 4 Milliarden Dollar (etwa 3,6 Milliarden Euro). Das wäre etwa doppelt so viel, wie Meta zahlen wollte. Das Geld soll unter anderem in neue Mitarbeiter:innen in China und im Ausland fließen. Laut Berichten prüft das Unternehmen auch einen Börsengang in Hongkong.

Von Meta gekauft, von Peking gestoppt

Die Vorgeschichte ist turbulent. Mitte 2025 verlegte Manus Personal und Firmensitz von China nach Singapur, im Dezember 2025 einigte sich das Startup mit Meta auf eine Übernahme um rund 2 Milliarden Dollar (etwa 1,8 Milliarden Euro). Damals meldete Manus bereits einen annualisierten Umsatz von über 100 Millionen Dollar. Im April 2026 ordneten die chinesischen Behörden dann an, den Deal rückgängig zu machen, aus Sorge, KI-Talente und Know-how an den Westen zu verlieren. Meta kappte daraufhin die Verbindungen, und Manus musste beim Neustart als unabhängige Firma sogar Nutzerdaten löschen.

Agenten mit eigener E-Mail-Adresse

Bekannt wurde Manus Anfang 2025 durch ein virales Demo-Video seines KI-Agenten, der selbstständig recherchiert und Aufgaben erledigt. Inzwischen bietet das Startup auch einen Chatbot, Vibe-Coding-Tools für Apps und Websites sowie Werkzeuge für Präsentationen, Design und Videos an. Neu ist die App Cue, die persönlichen KI-Agenten eigene E-Mail-Adressen, Telefonnummern, digitale Geldbörsen und Computer gibt. Die Agenten können damit untereinander kommunizieren und innerhalb festgelegter Limits bezahlen.

Damit tritt Manus gegen Coding- und App-Baukästen wie Cursor, Lovable und Replit an, aber auch gegen die Agenten der großen KI-Labore. Der Markt ist entsprechend umkämpft: Erst kürzlich sammelte etwa das US-Startup Nous Research für seine Business-Agenten 90 Millionen Dollar ein.

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