Retail

Trigo: 100 Millionen Dollar für vollautomatisierte Supermärkte ohne Kassen

© Trigo Vision
© Trigo Vision

Es sind nicht bloß der E-Commerce-Rieese Amazon oder chinesische Unternehmen, die vollautomatisierte Supermärkte können. Auch das israelische Tech-Unternehmen Trigo Vision ist in das Business eingestiegen. Mit „EasyOut“ bietet das Scaleup auf dem Weg zum Unicorn-Status eine Technologie, mit der Konsument:innen nur die App des Retailers brauchen, um vollautomatisiert und ohne Stop an der Kasse bezahlen können.

Nun hat Trigo Vision eine satte Finanzierungsrunde gemacht. 100 Millionen frische Dollar fließen in das Unternehmen rund um CEO Michael Gabay. Das Geld kommt dabei vom Singapur-Staatsfonds Temasek, 83North, Hetz Ventures, Red Dot Capital Partners, Vertex Ventures, Viola – und besonders bemerkenswert, von zwei deutschen Großunternehmen. Zum einen investiert SAP, zum anderen der Supermarkt-Riese REWE, der in Österreich für Billa und Billa Plus bekannt ist. Insgesamt hat Trigo nunmehr mehr als 200 Millionen Dollar aufgenommen.

Trigo geht es um den voll vernetzten Supermarkt. „Wir werden die Erfassungsinfrastruktur und die auf Computer Vision basierende 3D-Engine nutzen, die wir in den letzten fünf Jahren aufgebaut und in die wir investiert haben. Wir werden uns auf die Weiterentwicklung unseres StoreOS-Systems konzentrieren, um zusätzliche Produkte und Funktionen wie prädiktives Bestandsmanagement, Preisoptimierung, Sicherheit und Betrugsprävention, Planogrammerfüllung und ereignisgesteuertes Marketing einzubinden“, schreibt Gabay.

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Vollüberwachung des Kaufverhaltens

Genau: In den Supermärkten, in denen man so bequem einfach nehmen kann, was man braucht, und automatisch bei Rausgehen bezahlt, wird natürlich jeder Schritt und jeder Handgriff vollumfassend überwacht. Das ermöglicht auch, in Echtzeit zumessen, wer, wann zu welchem Produkt greift – und dann passende Marketing-Kampagnen zu steuern, die Kauf-Trends aufgreifen und Preise in Echtzeit steuern. In Kombination mit einem umfassenden, Filialen übergreifenden Warenbestandssystem (eben StoreOS) kann das viele Ineffizienzen ausmerzen.

Das Spannende an Trigo Vision ist, das es bereits in Europa Fuß gefasst hat. Aldi Nord in Utrecht, REWE in Berlin und Köln, oder Tesco in London, setzen bereits auf diese zu 100 Prozent autonomen Stores. Breit ausgerollt sind sie aber noch nicht, was aber wohl eher eine Frage der Zeit ist. Denn die Supermärkte müssen nicht neu aufgebaut werden, vielmehr können mit EasyOut bestehende Filialen aufgerüstet werden.

„Die Kunden gehen einfach in den Laden, während das System von Trigo sie anonymisiert und ihre Bewegungen und Produktauswahl verfolgt. Die Kunden nehmen die Artikel einfach wie gewohnt in die Hand, ohne dass sie gescannt werden müssen. Das System erkennt automatisch, wenn ein Artikel in die Hand genommen wird und identifiziert ihn“, heißt es seitens Trigo. Beim Rausgehen wird dann über die Supermarkt-App mit Payment-Integration direkt die Rechnung beglichen.

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