vionmo gewinnt die „Travel Startup Night“ mit Mobilitätsdaten für den Tourismus
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Die meisten Emissionen eines Urlaubs entstehen nicht im Hotel, sondern auf dem Weg dorthin: Mit genau diesem Thema hat das österreichische Startup vionmo die Travel Start-up Night Wien 2026 gewonnen. Im Innovation Lab der ÖBB am Wiener Hauptbahnhof pitchten fünf Jungfirmen ihre Lösungen für die Tourismusbranche, das Publikum kürte vionmo zum Sieger. Auf Platz zwei landete touristinfo.ai aus Südtirol.
Mit dem Sieg zieht vionmo ins Jahresfinale in Deutschland ein, wo das Startup um den Titel „Travel Start-up 2026“ antritt. Veranstaltet wurde der Abend vom Travel Industry Club Tourismus Austria (TICT) gemeinsam mit dem Travel Industry Club Deutschland und dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR), wie aus einer Aussendung hervorgeht.
Die fünf Startups im Überblick
- vionmo: Das Startup analysiert Besucher- und Mobilitätsdaten für Destinationen, Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen und leitet daraus konkrete Maßnahmen ab, von Shuttles über Besucherlenkung bis zu gezieltem Marketing.
- touristinfo.ai: Die Plattform setzt KI im Destinationsmanagement ein, informiert Gäste digital und hilft, Besucherströme zu lenken.
- Majourny: Das Startup entwickelt einen KI-gestützten digitalen Mitarbeiter, der Hotelteams bei internen Prozessen und wiederkehrenden Aufgaben entlasten soll.
- Neural Natives: Die Jungfirma bringt einen KI-Concierge direkt auf WhatsApp, der Hotelgästen rund um die Uhr zur Verfügung steht.
- FemSupply: Das Startup will Hygieneprodukte für Frauen zu einem selbstverständlichen Teil des Hotelerlebnisses machen.
Drei der fünf Startups setzen also auf künstliche Intelligenz, die damit auch im Tourismus angekommen ist, vom Concierge bis zum digitalen Hotelmitarbeiter.
vionmo: Die Anreise als blinder Fleck
Hinter vionmo steht Gründer und CEO Michael Jayasekara. Das Startup hilft Tourismusbetrieben, Regionen und Eventveranstaltern dabei, klimafreundliche Mobilität auf Basis von Daten umzusetzen, wie Jayasekara bereits im Interview mit Trending Topics erklärte. Sein Credo: Tourismus und Verkehr gehören gemeinsam gedacht.
„Für uns hat an diesem Abend auch ein Thema gewonnen: die Anreise“, sagt Jayasekara nach dem Sieg. „Sie verursacht oft den größten Teil der Emissionen eines Besuchs und wird de facto nicht strukturell gemessen.“ Gemeinsam mit Kund:innen will vionmo aus Gäste- und Mobilitätsdaten konkrete Angebote machen, etwa bedarfsorientierte Shuttles für Events, Marketing je nach Herkunft der Gäste oder einen besseren Bustakt in der Region.
touristinfo.ai: Der KI-Guide aus Südtirol
Der Zweitplatzierte touristinfo.ai stammt vom Südtiroler Startup Mediatize, das im NOI Techpark in Bozen gegründet wurde. Hinter dem Unternehmen stehen Julian Palmarin und Sebastian Betz. Ihr mehrsprachiger KI-Chatbot bündelt laut Open Data Hub Echtzeitdaten zu Verkehr, Parkplätzen, Wetter und Veranstaltungen und schickt Gäste etwa zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu weniger überlaufenen Sehenswürdigkeiten. Im Einsatz ist er unter anderem in St. Vigil in Enneberg.
Vom Pitch zur Kooperation
Für die Veranstalter zählt vor allem, was nach dem Abend passiert. „Besonders wichtig ist uns, dass aus solchen Pitches nicht nur Applaus entsteht, sondern Kontakte, Kooperationen und konkrete Anwendungen“, sagt TICT-Präsident Marco Riederer. Wie das aussehen kann, schilderte Ronja Scherzinger vom Startup FashionTouri, das beim Finale 2025 den dritten Platz belegt hatte.

