Apple Intelligence startet in China mit Alibabas KI
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In den USA spricht Siri mit Google und OpenAI, in China künftig mit Alibaba. Apple hat laut einem Bericht der South China Morning Post die letzte behördliche Freigabe erhalten, um Apple Intelligence auch auf dem chinesischen Festland anzubieten, berichtet Engadget. Grünes Licht gab demnach das chinesische Industrieministerium MIIT, und zwar rechtzeitig vor dem China-Start des faltbaren iPhone Duo, der für kommende Woche erwartet wird. Die KI-Funktionen und die neue Siri gelten dort als zentrale Verkaufsargumente.
Alibaba liefert die KI
Herzstück von Apple Intelligence in China sind die Modelle von Alibaba: die Sprachmodell-Familie Tongyi Qianwen, besser bekannt als Qwen, sowie das Bild- und Videotool Tongyi Wanxiang. Sie sollen auf iPhone, iPad, Mac und Vision Pro laufen. Laut TechCrunch arbeitet Apple zudem mit Baidu an Funktionen für chinesische Nutzer:innen und hat auch Gespräche mit DeepSeek und ByteDance geführt.
Bereits im Juli hatte die chinesische Cyberspace-Behörde die Apple-KI genehmigt, gestartet ist sie seither aber nicht. Grund dafür sind die strengen chinesischen Regeln für KI und Datenschutz. In Hongkong ist Apple Intelligence dagegen schon weitgehend verfügbar. Zu beachten ist: Die South China Morning Post, auf die sich der Bericht über die neue Freigabe stützt, gehört Alibaba.
Warum China für Apple so wichtig ist
China ist für Apple einer der wichtigsten Märkte. Im Großraum China setzte der Konzern zuletzt in einem Quartal 20,5 Milliarden Dollar (rund 18,3 Milliarden Euro) um, ein Plus von 28 Prozent. Nach Rabattaktionen ist Apple zudem wieder auf Platz zwei im chinesischen Smartphone-Markt aufgestiegen. Mit dem iPhone Duo, das in Europa ab rund 2.300 Euro kostet und bei dem die KI-Frage als größte strategische Baustelle gilt, will Apple diese Position ausbauen.
Die Konkurrenz
In China ist Apple bei KI spät dran. Huawei, Xiaomi und Honor bauen schon länger eigene oder lokale KI-Modelle tief in ihre Smartphones ein. Huawei setzt dabei auf sein eigenes Betriebssystem HarmonyOS und die hauseigenen Pangu-Modelle. Für Apple ist die Partnerschaft mit Alibaba deshalb der schnellste Weg, um den Rückstand aufzuholen.
Die Kehrseite
Der China-Start hat auch eine politische Dimension. KI-Modelle, die in China angeboten werden, müssen die Vorgaben der Behörden zu Inhalten einhalten und dürfen etwa keine regierungskritischen Antworten geben. Apple liefert damit auf dem chinesischen Markt eine KI aus, deren Antworten staatlicher Zensur unterliegen. Wie stark sich die chinesische Version von Siri und Apple Intelligence von der westlichen unterscheiden wird, hat Apple nicht offengelegt.

