Autokonzern

BYD beschäftigt mehr als eine Million Mitarbeiter:innen

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Der chinesische Autokonzern BYD beschäftigt mittlerweile mehr als 1,02 Millionen Mitarbeiter:innen, berichtet Electrek. Damit hat das Unternehmen jetzt mehr Beschäftigte als Toyota, GM, Ford und Tesla zusammen. Im Jahr 2026 ist die Anzahl der Mitarbeiter:innen deutlich gewachsen, und um rund 150.000 seit Jahresbeginn.

Vertikale Integration fördert Wachstum

Ein Großteil der BYD-Angestellten (etwa 960.000) arbeitet in China. Nur rund 60.000 Personen sind im Ausland tätig. Bis zu 120.000 von ihnen sind laut dem Vorstandsvorsitzenden Wang Chuanfu Forschungs- und Entwicklungsingenieur:innen. Wang gab diese Zahlen am Mittwoch auf der Bühne der 33. Jahreskonferenz der China Society of Automotive Engineers (CSAE) bekannt.

Wang führt diese Größenordnung auf die vertikale Integration zurück. Ihm zufolge war es die interne Fertigung von Batterien, Chips und Motoren, die BYD von einem 1994 gegründeten Batteriehersteller zur weltweit meistverkauften Marke für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, und das mehrere Jahre in Folge, gemacht hat. Er bezeichnete den Aufstieg des Unternehmens als Mikrokosmos der chinesischen Automobilindustrie, die sich vom Nachahmer zum Marktführer entwickelt hat.

Zuwachs nach zeitweiser Entlassungswelle

Das Unternehmen beschäftigte Ende 2022 rund 570.100 Mitarbeiter:innen und Ende 2023 etwa 703.500. Dann startete der Konzern eine massive Einstellungswelle. 2024 überschritt BYD die Marke von 900.000 Mitarbeiter:innen. Mit über 110.000 Ingenieur:innen konnte BYD die größte Forschungs- und Entwicklungsbelegschaft aller Automobilhersteller vorweisen. Das Jahr 2024 schloss der Autohersteller mit 968.900 Mitarbeiter:innen ab.

Dann kam der erste große Personalabbau. Der Jahresbericht 2025 von BYD wies zum Jahresende rund 869.600 Mitarbeiter:innen aus, was einem Rückgang von etwa 99.000 entspricht, der vor allem die Arbeitsplätze in der Produktion betraf. Nun liegt die Zahl wieder bei über einer Million.

Tesla will noch 2026 mit Verkauf von Cybercab beginnen

BYD-Geschäft wächst nur im Ausland

Der Abstand zu den traditionellen Automobilherstellern ist enorm. Der Volkswagen-Konzern, der seine chinesischen Joint Ventures mitzählt, meldete Ende 2025 genau 662.942 Mitarbeiter:innen. Toyota hatte zum 31. März 2026 mehr als 390.000 Angestellte. In den USA schloss Ford das Jahr 2025 mit 169.000 Mitarbeiter:innen ab, GM mit 156.000. Tesla gab in seinem jüngsten 10-K-Bericht eine weltweite Angestelltenzahl von 134.785 an.

Rechnet man Toyota, GM, Ford und Tesla zusammen, ergibt sich eine Zahl von etwa 851.000 Mitarbeitern. BYD hat etwa 170.000 mehr als das. Doch während die Belegschaft wächst, können die weltweiten Fahrzeugverkäufe nicht mithalten. Der Konzern verkaufte in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 etwas mehr als 3,1 Mio. Fahrzeuge, was einem Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Unternehmen steckt im Inland in einem erbitterten Preiskampf und verliert gegenüber Konkurrenten wie Geely und Leapmotor an Boden. Sowohl der Umsatz (etwas mehr als 50 Mrd. Dollar) als auch der Nettogewinn (rund 1,8 Mrd. Dollar) im ersten Halbjahr lagen unter den Vorjahreswerten.

Das gesamte Wachstum findet im Ausland statt. Die internationalen Verkäufe von BYD erreichten bis September 1.342.960 Einheiten, was einem Anstieg von 92,7 Prozent entspricht, und machen nun etwa 43 Prozent des Gesamtvolumens aus. Hinzu kommt, dass BYD Tesla im zweiten Quartal erneut bei den Auslieferungen reiner Elektrofahrzeuge übertroffen hat.

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