Google streicht Gratis-Nutzer:innen Gemini Flash und Pro
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Wer Gemini gratis nutzt, muss sich ab morgen mit der Sparversion begnügen: Google entzieht kostenlosen Konten den Zugriff auf die Modelle Flash und Pro. Übrig bleibt Flash-Lite, laut Google das kosteneffizienteste Modell der Familie. Und auch zahlende Kund:innen im günstigsten Abo verlieren etwas. Die Änderungen stehen auf einer neuen Hilfeseite von Google und betreffen die Gemini-App und die Website für private Konten.
Wer was verliert
Die neue Aufteilung nach Tarif:
- Ohne Abo: nur noch Flash-Lite. Flash und Pro fallen weg. Laut 9to5Google handelt es sich um Gemini 3.5 Flash-Lite.
- Google AI Plus (4,99 Dollar, rund 4,45 Euro pro Monat in den USA): Flash-Lite und Flash bleiben, Pro fällt weg. Wann genau, erfahren Abonnent:innen per E-Mail.
- Google AI Pro (19,99 Dollar, rund 17,80 Euro pro Monat in den USA): behält alle drei Modelle und bekommt zusätzlich Deep Think, den Modus für besonders gründliches Nachdenken, der bisher dem teuersten Abo vorbehalten war.
- Google AI Ultra: behält alle Modelle und soll früh Zugang zu Gemini 4 Argon bekommen, sobald es öffentlich verfügbar ist.
Neu ist außerdem ein Regler für den Denkaufwand: Bei jedem Modell lässt sich zwischen niedrig, mittel und hoch wählen. Mehr Aufwand liefert gründlichere Antworten, frisst aber deutlich mehr vom Nutzungslimit. Diese Limits rechnet Google seit Mai nach Rechenaufwand ab, sie erneuern sich alle fünf Stunden bis zu einer wöchentlichen Obergrenze.
Ohne Begründung
Warum Google die Gratis-Version beschneidet, erklärt der Konzern nicht. Die Richtung ist aber klar: Wer mehr als einfache Fragen stellt, soll zahlen, und zwar am besten gleich für das Pro-Abo. Für Plus-Kund:innen ist die Änderung besonders bitter, denn der Zugang zu Pro war bisher das stärkste Argument für das Einstiegsabo. Offen ist laut Notebookcheck noch, ob bestehende Chats automatisch auf Flash-Lite umgestellt werden. Die allgemeinen Tarifseiten von Google zeigen zudem teilweise noch das alte Angebot.
Die Spitzenmodelle sind für Google teuer: Gemini 4 spielt in der obersten Liga mit, und der Betrieb solcher Modelle kostet enorm viel Rechenleistung. Google ist mit dem Sparkurs nicht allein. OpenAI hat zuletzt etwa das Kontingent von ChatGPT Pro halbiert, ohne den Preis zu senken.
OpenAI geht den umgekehrten Weg
Bemerkenswert ist das Timing. Nur einen Tag bevor Google seine Gratis-Nutzer:innen auf Flash-Lite setzt, schaltet OpenAI sein neues Modell GPT-6 auch für die kostenlose Version von ChatGPT frei, wenn auch in der kleineren Variante Luna. Ob Google mit dem Schritt Kund:innen ins Abo lockt oder an die Konkurrenz verliert, wird sich erst zeigen.

