Invisible-Light Labs: „Innovationsschutz ist für DeepTech unerlässlich“
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Invisible-Light Labs, ein Spin-off der TU Wien, gehört zu den innovativsten österreichischen Startups im Forschungssektor. Die DeepTech-Jungfirma entwickelt eine Infrarot-Analysetechnologie für Nanomaterialien, die in unterschiedlichsten Bereichen wie Umwelt, Verbrauchersicherheit, Therapeutika, und Halbleitern zum Einsatz kommen kann.
Das 2019 gegründete Startup wurde schon von Anfang an vom Austria Wirtschaftsservice (aws) unterstützt. Dazu gehört auch die Unterstützung beim Schutz vom geistigen Eigentum. Dank des Programms aws Innovationsschutz ist es Invisible-Light Labs möglich, seine innovative Technologie rechtlich abzusichern.
Invisible-Light Labs analysiert Nanomaterialien
Nanomaterialien wie Aerosole, Nanoplastik, und Nanopharmazeutika gewinnen in verschiedenen Bereichen an Bedeutung. Allerdings stoßen gewöhnliche Analysemethoden an ihre Grenzen, solche Materialien in kurzer Messzeit auf relevanter Skala chemisch zu charakterisieren. Hier kommt Invisible-Light Labs ins Spiel: Das Jungunternehmen macht die chemische Analyse von Nanomaterialien und Materialien möglich, die nur in extrem kleinen Mengen verfügbar sind.
Die ursprünglichen Co-Founder des Startups, Josiane P. Lafleur und Silvan Schmid, lernten sich während ihrer Postdoc-Aufenthalte am DTU Nanotech in Dänemark kennen. In diesem interdisziplinären Umfeld, das auf die Anwendung von Nanotechnologie in den Bereichen Gesundheit, Biotechnologie und Optik, ausgerichtet war, begannen sie darüber nachzudenken, ihre Leidenschaft für analytische Chemie, Spektroskopie und Nanomechanik zu verbinden, um Herausforderungen bei der Charakterisierung von Nanomaterialien zu lösen. Sie wagten den Sprung und gründeten Invisible-Light Labs kurz nach ihrem Umzug nach Österreich als Spin-off der TU Wien.
aws stand Startup von Anfang an zur Seite
Invisible-Light Labs kombiniert nanoelektromechanische Sensortechnologie mit der Fourier-Transform-Infrarot-(FT-IR-)Spektroskopie. Das Flagship-Produkt des Startups EMILIE™ kam 2024 auf den Markt. Das Fachjournal The Analytical Scientist kürte es zur Innovation #1 des Jahres 2024. “Invisible-Light Labs an der Spitze des Rankings zu sehen, noch vor globalen Marktführern, hat uns wirklich das Gefühl gegeben, unser Ziel erreicht zu haben: ein neues Werkzeug zu schaffen, das in Labors weltweit eingesetzt wird”, sagt Josiane P. Lafleur. 2025 folgte eine strategische Partnerschaft mit Bruker Optics, um die globale Verfügbarkeit des co-gebrandeten EMILIE™-Systems zu sichern.
Der Weg zu diesen Erfolgen war allerdings nicht unbeschwerlich. “DeepTech-Hardware vom Labor auf den Markt zu bringen, ist ein langer, riskanter Prozess”, so Lafleur. Die aws ist Invisible-Light Labs schon seit der Gründung zur Seite gestanden. Das Startup hat durch die Programme aws Preseed | Seedfinancing Unterstützung erhalten. Im Rahmen dieser Förderungen hat die Jungfirma bereits Hilfe beim Thema geistiges Eigentum erhalten.
Langfristige Absicherung durch aws Innovationsschutz
Mit dem Programm aws Innovationsschutz unterstützt die aws Teilnehmende dabei, wichtiges geistiges Eigentum (Intellectual Property, IP) zu erkennen und zu schützen. Gemeinsam mit den Expert:innen der aws entwickeln die Unternehmen eine auf ihr Geschäftsmodell abgestimmte Innovationsschutz-Strategie. Dadurch soll es Innovator:innen möglich sein, eine Wettbewerbsposition zu erreichen und langfristig zu sichern. Neben Coaching, enthält das Programm auch finanzielle Zuschüsse. Josiane P. Lafleur sagt, die Teilnahme an aws Innovationsschutz war bedeutend für die Entwicklung von Invisible-Light Labs.
“Die Förderung kam genau zum richtigen Zeitpunkt, da die Patente, die wir in den Entwicklungsjahren eingereicht haben, nun in verschiedenen Ländern die Phase der nationalen Prüfung erreichen”, so die Mitgründerin. Das Startup hat mit Hilfe der aws unter anderem eine Patentanmeldung für die Elektronik, die es für seine Sensoren entwickelt hat, eingereicht. Weitere Patente betreffen neue Detektionsmethoden sowie Zubehör zur Entnahme von Proben. Unterstützung erhielt die Jungfirma auch bei anderen Aspekten außerhalb der Patentanmeldung, beispielsweise beim Aufbau ihrer Marke.
Schutz von geistigem Eigentum für DeepTech unerlässlich
Schon von Anfang an war der Innovationsschutz bei Invisible-Light Labs von großer Bedeutung. “Die Idee für das Unternehmen ist aus innovativer Forschung im Labor entstanden. Die erste Patentanmeldung haben wir daher noch vor der Gründung eingereicht. Rechte an geistigem Eigentum und Innovationsschutz stehen im Mittelpunkt der Strategie eines DeepTech-Hardware-Startups wie unserem. Die Time-to-Market ist sehr lang und erfordert erhebliche Investitionen. Daher ist es unerlässlich, unsere Innovation langfristig zu verteidigen und die Handlungsfreiheit sicherzustellen”, erklärt Lafleur.
Die Mitgründerin von Invisible-Light Labs legt auch anderen Startups die Teilnahme am aws Innovationsschutz ans Herz: “Der Bewerbungsprozess ist einfach und unkompliziert. Das Programm senkt die finanzielle Belastung beim Schutz unserer Innovation, und wir schätzen die Unterstützung bei der Entwicklung einer soliden Strategie sehr.”
Weitere Informationen zu aws Innovationsschutz finden sich hier.
