iPremom holt sich 15 Millionen Euro für molekulare Schwangerschaftsdiagnostik
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Das spanische Diagnostik-Startup iPremom hat 15 Millionen Euro in einer Seed-Finanzierung eingesammelt. Die Runde führt Amadeus Capital Partners an, Asabys Partners und APEX Ventures steigen ebenfalls ein. Mit dem Kapital treibt iPremom die klinische Validierung und den kommerziellen Rollout seiner MaiRa-Plattform voran, die Schwangerschaftskomplikationen bereits im ersten Trimester über einen einfachen Bluttest vorhersagt.
iPremom erkennt frühzeitig Komplikationen
Schwangerschaftskomplikationen belasten Familien und Gesundheitssysteme weltweit massiv: 260.000 Mütter sterben jährlich, fast zwei Millionen Babys kommen nach der 28. Schwangerschaftswoche tot zur Welt, 2,3 Millionen Kinder sterben im ersten Lebensmonat. Präeklampsie betrifft mittlerweile 5 bis 8 Prozent aller Schwangerschaften global. Frühgeburten, fetale Wachstumsstörungen und Gestationsdiabetes verschärfen die Lage zusätzlich. Das Problem: Aktuelle Diagnoseverfahren erkennen Risiken oft erst, wenn Komplikationen bereits eingetreten sind.
Die MaiRa-Plattform basiert auf über zehn Jahren Forschung der Co-Founder Carlos Simón und Tamara Garrido. Ihre Arbeit zeigt: Molekulare Signale für Schwangerschaftskomplikationen lassen sich bereits im ersten Trimester im mütterlichen Blut nachweisen, lange bevor klinische Symptome auftreten. Bei Präeklampsie hängt das laut der Forschung mit Dezidualiserungsresistenz zusammen. Die Gebärmutterschleimhaut entwickelt sich nicht wie erwartet und hinterlässt ein nachweisbares Signal aus zellfreier RNA (cfRNA) im Blut. Das geschieht bereits zwischen der neunten und vierzehnten Schwangerschaftswoche.
Analyse durch eine einzige Blutprobe
MaiRa analysiert cfRNA aus einer einzelnen Blutprobe und nutzt prädiktive Modellierung, um das Risiko für verschiedene Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie Monate vor dem Auftreten von Symptomen zu bewerten. Bei der Entwicklung der Plattform nutzte iPremom Real-World-Daten von über 26.000 Proben. Diese sind mit 10.000 Schwangerschaften aus der PREMOM-Studie verknüpft, einer der größten prospektiven klinischen Studien Spaniens. Der Datensatz unterstützt bereits die Identifizierung molekularer Signale für ein breiteres Spektrum an Komplikationen. Das Startup integriert diese schrittweise in die Plattform integriert.
CEO Guillermo Ferrando Huertas konzentriert sich auf die klinische Validierung und die Skalierung des Zugangs zu MaiRa. Die Plattform ist aktuell in Spanien über das Labor von iPremom verfügbar. Die Finanzierung fließt in den kommerziellen Launch, den Abschluss von Validierungsstudien und regulatorische Zulassungen in der EU und den USA.
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„Umfassendes Bild der Schwangerschaft“
Carlos Simón erklärt: „Schwangerschaftskomplikationen wurden über Generationen hinweg zu wenig diagnostiziert und zu wenig behandelt, weil das Fachgebiet zur falschen Zeit am falschen Ort gesucht hat. Unser Ziel ist es nicht nur, einen besseren Präeklampsie-Test zu entwickeln, sondern jeder schwangeren Frau ein umfassendes, frühes molekulares Bild ihrer Schwangerschaft zu geben. Diese Finanzierung ist ein entscheidender Schritt, um dies zur klinischen Realität zu machen.“
Pierre Socha, Partner bei Amadeus Capital Partners, ergänzt: „Wir freuen uns, erneut mit Prof. Simón zusammenzuarbeiten, nach dem Erfolg von Igenomix, das die IVF-Genetik transformiert hat. iPremom ist bereit, dasselbe für die pränatale Versorgung zu tun, eine noch größere Marktchance. Indem es das Risiko ab den ersten Schwangerschaftswochen auf Basis eines einfachen Bluttests vorhersagt, wird es Millionen werdende Paare informieren und vorbereiten, Kliniker mit beispiellosen Erkenntnissen für gezielte Interventionen ausstatten und jedem Baby den bestmöglichen Start ins Leben geben.“

