Series-A-Finanzierung

Parallel: Französisches Startup sammelt 20 Mio. Dollar, baut KI-Agenten für Krankenhäuser

Das Parallel-Team. © Parallel
Das Parallel-Team. © Parallel

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Das französische HealthTech-Startup Parallel hat eine Series-A-Finanzierung über 20 Millionen Dollar abgeschlossen. Weniger als ein Jahr nach der Seed-Runde über 3,5 Millionen Dollar laufen die KI-Agenten des Startups bereits in mehreren Dutzend öffentlichen und privaten Krankenhäusern. Sie bauen auf bestehenden Systemen auf und automatisieren administrative Prozesse. Index Ventures führt die Runde an, begleitet von Frst, Y Combinator, Hexa und bekannten Angel-Investoren wie Arthur Mensch von Mistral sowie Felix Blossier und Quentin de Metz von Pennylane.

Hinter jeder Behandlung im Krankenhaus steckt viel Büroarbeit, die oft über mehrere alte IT-Systeme verteilt ist. Mitarbeitende müssen sich mühsam durch verschiedene Programme klicken, Daten eingeben und immer wieder die gleichen Aufgaben erledigen – zum Beispiel bei der Aufnahme, Abrechnung oder medizinischen Kodierung.

Diese Abläufe kosten enorm viel Zeit und Geld und lenken Ärzt:innen sowie Verwaltungspersonal von der eigentlichen Patientenversorgung ab. Schätzungen zufolge stecken bis zu 30 Prozent der Gesundheitsausgaben in der Administration. Gleichzeitig steigt durch die alternde Bevölkerung der Bedarf an medizinischer Versorgung immer weiter.

Schnelle Integration in bestehende Systemen

Parallel automatisiert diese Arbeit mit KI-Agenten, die direkt in bestehender Krankenhaus-Software operieren. Spitäler und Kliniken müssen dazu laut Startup ihre Systeme nicht ersetzen. Parallel soll sich in nur einer Woche deployen lassen. „Da unsere Technologie auf bestehenden Systemen aufbaut und keine tiefgreifende Integration erfordert, können unsere Agenten eine Vielzahl von Verwaltungsaufgaben im Gesundheitswesen automatisieren. Das bedeutet, dass weniger Zeit und Ressourcen für umständliche, manuelle Prozesse aufgewendet werden müssen“, erklärt Paul Lafforgue, Co-Founder und CEO von Parallel.

Das HealthTech-Startup automatisiert medizinisches Kodieren, indem seine KI Patientendaten und klinische Dokumente analysiert, relevante Informationen wie Diagnosen und Behandlungen herausfiltert und diese in standardisierte Abrechnungs- und Klassifikationscodes übersetzt. Anschließend trägt das System die Codes direkt in die bestehenden Krankenhausprogramme ein, indem es diese ähnlich wie ein menschlicher Nutzer bedient. So übernimmt die KI einen sonst zeitaufwendigen, manuellen Prozess und beschleunigt die Abrechnung sowie Dokumentation erheblich.

„Die Geschwindigkeit, mit der Krankenhäuser die reale Wirkung von Parallels KI-Agenten sehen, ist wirklich beeindruckend. Krankenhäuser verlassen sich zu Recht auf viel Bürokratie, um sicherzustellen, dass die Versorgung auf die richtige Weise erfolgt. KI-Agenten bieten eine enorme Chance für Krankenhäuser über den gesamten Patientenlebenszyklus hinweg und stellen sicher, dass Zeit und Ressourcen dort investiert werden, wo es am wichtigsten ist“, sagt Julia Andre, Partner bei Index Ventures.

Expansion in den europäischen Markt

Das Team bringt bereits einige HealthTech-Expertise mit. Co-Founder und CTO Christopher Rydahl hat zuvor Hublo aufgebaut, eine große europäische Healthcare-HR-Plattform. Paul Lafforgue absolvierte leitete Search-Data-Projekte bei Meta. Als Chief Medical Officer komplettiert Quentin Jarrion das Führungsteam – er war zuvor Chief Medical Information Officer bei Ramsay Santé, der größten privaten Krankenhausgruppe Frankreichs.

Die Series-A-Finanzierung soll Parallel dabei unterstützen, den Rollout bestehender Kodierungs-Agenten zu beschleunigen, international zu expandieren und neue Lösungen für zeitintensive Krankenhausprozesse zu entwickeln.

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