Sicherheitslücke

PHP2Shell: Angriffe starteten vier Tage vor dem Patch

Open padlock surrounded by scattered black keyboard keys under red and green light
An open padlock among scattered keyboard keys illustrates the PHP2Shell vulnerability. Credit: FlyD / Unsplash

Trending Topics auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen.

Die Angreifer:innen waren schneller als die Entwickler:innen: Laut Amazon wurde die PHP-Lücke PHP2Shell schon ausgenutzt, als sie offiziell noch gar nicht bekannt war.

Amazon Threat Intelligence meldet, dass der erste Angriffsversuch bereits am Samstag vor dem Patch erfolgte. Er traf ein Honeypot-System des Konzerns und kam von einer anonymisierten IP-Adresse, während die Lücke noch unter Embargo stand. Wie der Angreifer vorab an Informationen kam, ist laut Amazons Analyse unklar. Amazon rät dazu, verdächtige Aktivitäten bis zum 17. Oktober zurückzuverfolgen.

Von Tausenden auf Millionen

Am Mittwoch, dem Tag der Patches, setzte dann der Ansturm ein. Laut Cloudflare-Chef Matthew Prince gab es in den zehn Stunden vor der Veröffentlichung tausende Versuche, binnen 45 Minuten danach zehntausende und nach zwei Stunden hunderttausende. Inzwischen sind es Millionen. Cloudflare berichtet außerdem, dass Angreifer:innen ihre Payloads laufend verändern, um die Firewall-Regeln zu umgehen. Amazon vermutet mehrere Akteur:innen und spricht von einer breiten Ausnutzung in freier Wildbahn, kann aber nicht sagen, wie viele Angriffe erfolgreich waren.

Die Gegenposition: Bisher wenig Belege für erfolgreiche Einbrüche

Der Sicherheitsdienstleister Dataminr beschreibt die beobachtete Aktivität in seiner Analyse als Scans, Fingerprinting und nicht funktionierende Exploits. Bekannte Kompromittierungen gebe es keine, allerdings sei es nur eine Frage der Zeit, bis funktionierende Exploits auftauchen. Wordfence meldet mehr als 74.000 blockierte Angriffs- und Scan-Versuche und bisher keine bestätigten Einbrüche bei seinen über fünf Millionen WordPress-Seiten.

Wer jetzt noch ungeschützt ist

Gepatcht wurden nur PHP 8.5, 8.4, 8.3 und 8.2, und zwar auf die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. Für PHP 8.1 und älter gibt es keine offiziellen Updates, dort bleibt nur der Umstieg oder ein Patch des Hosting- oder Linux-Anbieters. Laut VulnCheck laufen mindestens eine Million aus dem Internet erreichbare Server auf Versionen ohne Sicherheitsupdates. Der Branchenverband Bitkom weist darauf hin, dass bei sehr alten Systemen unter Umständen ein vollständiges Systemupdate nötig ist.

In Österreich hatten am Mittwoch zahlreiche Organisationen ihre Websites vorsorglich vom Netz genommen, wie wir bereits berichtet haben. Weitere Meldungen kamen aus Niederösterreich, etwa vom Land und der FH Wiener Neustadt. Wer selbst PHP betreibt, sollte sofort aktualisieren oder den Server bis dahin vom Netz nehmen.

Rank My Startup: Erobere die Liga der Top Founder!
Werbung
Werbung

Specials unserer Partner

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Wasner + Steinschaden | Der KI Podcast

News, Modelle, Strategien
#glaubandich CHALLENGE: SVAN triumphiert in Klagenfurt

#glaubandich CHALLENGE 2027

Österreichs größter Startup-Wettbewerb - Top-Investoren mit an Bord
© Wiener Börse

IPO Spotlight

powered by Wiener Börse

RankMyStartup.com

Steig' in die Liga der Top Founder auf!

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 13

Alle Startups | Alle Deals | Alle Hintergründe

Future{hacks}

Zwischen Hype und Realität

Trending Topics Tech Talk

Der Podcast mit smarten Köpfen für smarte Köpfe

Weiterlesen

Newsletter

Founders Dispatch

Zwei Mal pro Woche kostenlos in die Inbox: die wichtigsten Startups, Deals und Tech-Entwicklungen aus Europa, handgeschrieben von der Redaktion.

Jederzeit abbestellbar. Mehr über den Newsletter