Revolut startet in Deutschland mit eigenem Mobilfunktarif um 15 Euro/Monat
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Revolut will nicht mehr nur das Konto, sondern auch den Handyvertrag seiner Kund:innen: Die Neobank hat soeben ihren eigenen Mobilfunktarif in Deutschland gestartet. Revolut Mobile kostet 14,99 Euro im Monat, ist monatlich kündbar und wird direkt in der Revolut-App abgeschlossen, wie das Unternehmen in einer Aussendung bekannt gibt. Freigeschaltet wird der Tarif schrittweise in den kommenden Wochen für die mehr als drei Millionen Revolut-Kund:innen in Deutschland.
Das ist im Tarif enthalten
Revolut bietet in Deutschland genau einen Tarif an. Enthalten sind:
- Datenvolumen: 120 GB im 5G-Netz mit bis zu 100 Mbit/s im Download. Danach geht es unbegrenzt mit maximal 2 Mbit/s weiter.
- Telefonie und SMS: Unbegrenzt innerhalb Deutschlands.
- EU-Roaming: 40 GB ohne Drosselung in ganz Europa.
- Messaging Pass: In mehr als 140 Ländern laufen Messenger-Apps mit bis zu 2 Mbit/s, ohne das reguläre Datenvolumen zu belasten.
- All-in-one-eSIM: Deutscher Tarif und internationale Reisedaten laufen über eine einzige eSIM, ein Kartentausch ist nicht nötig.
- Rufnummern: Die bisherige Nummer lässt sich mitnehmen, alternativ gibt es eine neue. Bis zu drei zusätzliche Nummern können in einem Tarif verwaltet werden, Wunschnummern kosten extra.
- Extras: Ein kostenloses Abo von NordVPN ist inklusive. Die Grundgebühr lässt sich ganz oder teilweise mit RevPoints, Revoluts Treuepunkten, bezahlen.
- Vertrag: Keine Mindestlaufzeit, keine Wechselgebühren.
5G ist immer inklusive, wie Revolut auf Anfrage von Trending Topics bestätigt. Die Geschwindigkeit ist allerdings auf 100 Mbit/s begrenzt. Telefonate im Ausland sind laut teltarif derzeit offenbar nicht möglich. Als Netz nutzt Revolut das von Telefónica Deutschland, technischer Partner ist der Konnektivitätsanbieter 1GLOBAL. Revolut selbst tritt als Vermittler auf.
„Wir beweisen, dass Mobilfunk unglaublich unkompliziert sein kann“, sagt Elyas Sadou, General Manager Telecom bei Revolut.
Österreich muss warten
Deutschland ist nach Großbritannien, Polen und den Niederlanden das vierte Land, in dem Revolut Mobile verfügbar ist. „Es werden definitiv weitere Märkte folgen“, heißt es von Revolut auf Anfrage von Trending Topics. Ob und wann Österreich auf der Roadmap steht, könne man derzeit allerdings noch nicht sagen.
Für Revolut ist der Mobilfunk ein weiterer Baustein, um Kund:innen enger an die App zu binden. Zuletzt hatte die Neobank bereits ChatGPT Go in ihre Bezahlpläne aufgenommen, parallel bemüht sich Revolut um eine Schweizer Banklizenz.
Konkurrenz am Diskontmarkt
Ein Selbstläufer ist der Tarif nicht. Der deutsche Mobilfunkmarkt ist voll von günstigen Angeboten ohne Vertragsbindung. Die freenet-Marke crash-tarife etwa bietet laut mobiFlip 100 GB im Vodafone-Netz für 11,99 Euro an. Revolut punktet dagegen mit einer vergleichsweise milden Drosselung: Nach den 120 GB surft man mit 2 Mbit/s weiter, laut teltarif schneller als bei den meisten deutschen Anbietern. Dazu kommen das großzügige EU-Roaming und die Verwaltung direkt in der Banking-App. Interessant ist das Angebot vor allem für bestehende Revolut-Kund:innen, die mit dem Telefónica-Netz zufrieden sind.
Auch andere Fintechs drängen in den Mobilfunk. Die Berliner Neobank N26 arbeitet mit demselben Partner 1GLOBAL zusammen, nutzt aber das Vodafone-Netz. Der schwedische Zahlungsanbieter Klarna hat in den USA bereits 2025 einen eigenen Mobilfunktarif gestartet.

