Roboter sprinten schneller als Usain Bolt – und crashen spektakulär ins Ziel
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Bei den World Humanoid Robot Games in Peking haben laut t3n zwei humanoide Roboter den legendären 100-Meter-Weltrekord von Usain Bolt pulverisiert. Der am Beijing Innovation Centre of Humanoid Robotics entwickelte Tiangong Ultra erreichte das Ziel nach 9,39 Sekunden, während Bolt 2009 noch 9,58 Sekunden benötigte. Noch schneller war Lightning vom chinesischen Smartphone-Hersteller Honor mit nur 9,32 Sekunden. Doch nach den Läufen konnten die Maschinen teils nicht mehr bremsen und crashten spektakulär.
Olympische Spiele für Roboter in Peking
Derzeit treten in der chinesischen Hauptstadt über 2.000 humanoide Roboter in 51 verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Die zweite Ausgabe der World Humanoid Robot Games umfasst sportliche Wettkämpfe in Leichtathletik, Fußball und Tennis sowie Demonstrationen in Arbeitsumgebungen wie Hotels oder Fabriken. Die Veranstaltung zeigt, wie rasant sich die Technologie entwickelt hat.
Der von Honor gebaute Lightning soll in der Spitze mit bis zu 14,5 Metern pro Sekunde unterwegs gewesen sein. Der Roboter hatte bereits im April 2026 für Aufsehen gesorgt, als er den Halbmarathon-Rekord des ugandischen Weltklasseläufers Jacob Kiplimo um mehrere Minuten unterboten hatte. Während Lightning beim Halbmarathon mit 95 Zentimeter langen Beinen antrat, kommen auf der Sprintstrecke zehn Zentimeter längere Beine zum Einsatz.
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Maschinen crashen nach Rekordlauf ungebremst
Tiangong Ultra hat sich seit der Premiere 2025 dramatisch verbessert. Damals benötigte der Sieger noch 21,5 Sekunden für die 100-Meter-Strecke, mehr als doppelt so lang wie heute. Diese Entwicklung bietet den Herstellern wichtige Anhaltspunkte für den Fortschritt ihrer Technologie, auch wenn die Zeiten der Roboter nicht direkt mit menschlichen Leistungen vergleichbar sind.
Auf der 100-Meter-Strecke zeigt sich ein Problem, das auf längeren Distanzen nicht auftritt. Die Roboter beschleunigen massiv, schaffen es aber nicht, rechtzeitig abzubremsen. In mehreren übertragenen Läufen prallen die humanoiden Roboter beinahe ungebremst in die bereitstehenden Schutzmatten. Beide 100-Meter-Läufer mussten nach dem Rennen von der Bahn getragen werden.
Die Folgen sind teilweise drastisch: In einem Fall ging ein Roboter sogar in Flammen auf. Die spektakulären Crashs verdeutlichen, dass die Entwickler:innen zwar enorme Fortschritte bei Geschwindigkeit und Beschleunigung erzielt haben, die Steuerung und Verzögerung aber noch erhebliche technische Herausforderungen darstellen. Die nächste Generation wird zeigen müssen, ob sie nicht nur schnell laufen, sondern auch sicher stoppen kann.

