Entwicklung

Vision Fund: Softbank versenkt 22 Milliarden Euro in der Zukunft

Rajeev Misra, (Softbank Investment Advisers), Masayoshi Son (Softbank) und H.E. Yasir Al Rumayyan (Managing Director of the Public Investment Fund of the Kingdom of Saudi Arabia). © Softbank/Vision Fund
Rajeev Misra, (Softbank Investment Advisers), Masayoshi Son (Softbank) und H.E. Yasir Al Rumayyan (Managing Director of the Public Investment Fund of the Kingdom of Saudi Arabia). © Softbank/Vision Fund

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Es ist keine drei Jahre her, als der „mächtigste Investor der Welt“ mit einem 100-Milliarden-Dollar-Fonds alles bisherige in den Schatten stellte. Nachdem 2019 aber schon durchwachsen war, so wird 2020 ein richtig bitteres Jahr für den japanischen Softbank-Konzern und seinen riesigen Vision Fund. Tonnenweise Geld holte Unternehmer und Milliardär Masayoshi Son unter anderem in Saudi-Arabien, den VAE oder bei Apple – tonnenweise Geld hat er mittlerweile versenkt.

Mit viel Geld die Zukunft kaufen – das funktioniert derzeit nicht. Zumindest nicht für Softbank. Den neuesten Konzernzahlen zufolge kostet es dem japanischen Konzern, sich in neue Technologien und Plattformen einzukaufen, satte 22 Milliarden Euro (2,6 Billionen Yen) Verlust. 15 Milliarden Euro muss Softbank wegen mieser Investments über den Vision Fund abschreiben. Wetten auf Uber, Brandless, Compass, die Hundesitter-App Wag oder den indischen Hotel-Management-Dienst Oyo sind nicht aufgegangen. Die Coronakrise wird all das nur weiter verschärfen.

Einiges falsch, einiges richtig gemacht

Auch die direkten Investments, die Softbank getätigt hat, lasten schwer auf dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019. So gingen etwa der Pizza-Roboter-Dienst Zume oder die Satellitenfirma OneWeb pleite. Und die Geschichte mit Softbanks Engagement bei WeWork ist immer noch nicht zu Ende. Mittlerweile streiten sich die beiden Unternehmen vor Gericht darum, wo und warum die Milliarden fehlen.

Es gibt aber natürlich noch einige Asse, die Softbank im Ärmel hat – allen voran die Anteile am chinesischen Online-Riesen Alibaba, die nunmehrige Tochter ARM oder die Telekommunikationsdienste, die gefragt sind wie noch nie. Wie sich der Merger der Tochter Sprint mit T-Mobile USA aufs Geschäft auswirken wird, bleibt abzuwarten – der Merger wurde am 1. April geschlossen. Der Spürsinn für gute Geschäfte, den man Masayoshi Son immer nachsagte, hat dieses Jahr nun definitiv einen Knacks bekommen.

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