Bitcoin-ETFs drehen 2026 ins Plus: 2,4 Milliarden Dollar in einer Woche
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Noch im Juli lagen die Bitcoin-ETFs fast sechs Milliarden Dollar im Minus, jetzt haben sie das ganze Jahr in einer Woche gedreht. Die US-Spot-ETFs auf Bitcoin haben in der vergangenen Woche netto rund 2,06 Milliarden Euro (2,4 Milliarden US-Dollar) eingesammelt, den größten Wochenzufluss seit Oktober des Vorjahres, berichtet The Block. Damit stehen die Fonds für 2026 erstmals wieder im Plus, mit rund 934 Millionen US-Dollar.
BlackRock sammelt am meisten ein
Die Zuflüsse verteilen sich ungleich, wie so oft dominiert der größte Anbieter:
- BlackRock IBIT: 1,2 Milliarden US-Dollar in einer Woche.
- Fidelity FBTC: 701,7 Millionen US-Dollar.
- Ark/21Shares ARKB: 294,7 Millionen US-Dollar.
Insgesamt verwalten die Bitcoin-ETFs jetzt rund 108 Milliarden US-Dollar. Der Handelsumsatz lag in der Woche bei 15 Milliarden US-Dollar. Laut Decrypt halten die Fonds inzwischen seit sieben Handelstagen in Folge Zuflüsse, den größten einzelnen Tag gab es mit fast einer Milliarde US-Dollar am 21. September.
Auch die Ether-ETFs erholen sich: Nach einem Abfluss von 140 Millionen in der Vorwoche flossen 689,9 Millionen US-Dollar zu, für 2026 stehen sie bei rund 1,6 Milliarden im Plus. Die Solana-ETFs verzeichneten am Freitag mit 86,7 Millionen US-Dollar sogar einen Tagesrekord.
Die Wende nach dem Clarity-Act-Schock
Die Kehrtwende kommt nur zwei Wochen nach dem schwärzesten Tag seit Juni. Nachdem der Clarity Act im US-Senat gescheitert war, zogen Anleger:innen an einem Tag 450 Millionen US-Dollar aus den Fonds ab, am Tag darauf weitere 296 Millionen.
Den Umschwung erklärt Bloomberg-Analyst Eric Balchunas mit dem Plan des US-Finanzministeriums, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. Seit dieser Ankündigung seien 4,6 Milliarden US-Dollar in die Bitcoin-ETFs geflossen. Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 84.000 US-Dollar und damit erstmals seit Jänner wieder über dem durchschnittlichen Einstandspreis der ETF-Anleger:innen, den Bloomberg-Analyst James Seyffart auf 81.722 US-Dollar schätzt. Die typischen ETF-Käufer:innen sind also wieder im Gewinn.
Was das für den Rest des Jahres heißt
Um den Rekord des Vorjahres von 21,35 Milliarden US-Dollar Zufluss zu erreichen, müssten die Fonds bis Jahresende im Schnitt rund 300 Millionen US-Dollar pro Tag einsammeln. Die vergangene Woche lag deutlich darüber. Ob das Tempo hält, hängt auch davon ab, ob der Clarity Act einen zweiten Anlauf bekommt. CoinDesk hat soeben nachgezeichnet, wie monatelange Verhandlungen über das Krypto-Gesetz zerbrochen sind.

