iPhone Duo: Erste Innendisplays brechen, Apple tauscht aus
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Drei Tage im Handel und schon die ersten Sprünge: Beim neuen faltbaren iPhone Duo häufen sich Berichte über gebrochene Innendisplays. Apple hat das Problem inzwischen bestätigt. „Uns ist ein Problem bekannt, das das innere Display bei einer kleinen Zahl von iPhone-Duo-Geräten betrifft“, heißt es in einem Statement des Konzerns an 9to5Mac. Betroffene sollen sich an AppleCare wenden und bekommen ein Ersatzgerät.
Risse entlang des Scharniers
Die ersten Berichte tauchten am Wochenende auf Reddit und in anderen Foren auf. Die Innendisplays brechen dabei entlang der Mittellinie, also genau dort, wo das Gerät gefaltet wird. Laut Gizmodo haben Leaker mindestens 20 Fälle gesammelt, auch aus China gibt es Berichte. Einige Beispiele:
- Australien: Ein Nutzer meldete einen Riss sechs Stunden nach dem Kauf, nachdem er das Gerät weniger als 20 Mal aufgeklappt hatte.
- Texas: Ein anderer Käufer bemerkte den Schaden, bevor er die Einrichtung überhaupt abgeschlossen hatte.
- Fälschungen: Nicht alle Meldungen sind echt. Laut 9to5Mac kursieren auch einige mit KI erzeugte Fake-Berichte.
Das Problem tritt laut Apple offenbar relativ schnell nach dem Kauf auf. Für den Austausch braucht es kein AppleCare+. Wer bei einem Mobilfunkanbieter gekauft hat, soll sich direkt an Apple wenden.
Fehler in der Serie oder im Design?
Woran es liegt, ist noch offen. Die Reparaturexpert:innen von iFixit vermuten nach ihrer Zerlegung, dass bestimmte Bauteile im Scharnier zu viel Druck auf das Display ausüben könnten. Eine Stützleiste könnte sich beim Zuklappen nicht weit genug verschieben. Bestätigt ist das nicht. Sollte es sich um einen Konstruktionsfehler und nicht um eine fehlerhafte Charge handeln, würde ein Austausch das Problem allerdings nur verschieben.
Für Apple kommt das zur Unzeit. Das iPhone Duo ist mit Preisen ab 2.319 Euro in Österreich das teuerste iPhone, und die Nachfrage ist hoch: Wer jetzt bestellt, wartet bis Ende Jänner. Apple selbst betont, die Resonanz der ersten Nutzer:innen sei „unglaublich positiv“.
Die Konkurrenz kennt das Problem
Neu ist das Phänomen bei Foldables nicht. Samsung hatte 2019 beim ersten Galaxy Fold mit gebrochenen Displays zu kämpfen und musste den Marktstart damals um Monate verschieben. Seitdem haben Samsung, Google, Honor und andere Hersteller die Scharniere und Displays ihrer faltbaren Smartphones deutlich robuster gemacht. Apple ist erst Jahre später in den Markt eingestiegen und hatte damit eigentlich den Vorteil, aus den Kinderkrankheiten der Konkurrenz lernen zu können.

